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Wahl 2020: So will Otto Neuhoff Bürgermeister in Bad Honnef bleiben

Wahl 2020 : So will Otto Neuhoff Bürgermeister in Bad Honnef bleiben

Der parteilose Otto Neuhoff will Bürgermeister von Bad Honnef bleiben. Sein Bild von Bad Honnef in zehn Jahren ist das einer lebendigen Stadt, in der sich auch junge Familien zu Hause fühlen.

Bis nach Linz muss er, wenn er mit seiner Frau allein und unerkannt etwas unternehmen will. Seit sechs Jahren weiß Otto Neuhoff, wie es ist, eine öffentliche Person zu sein. Aber auch wenn die Erfahrung ein Einschnitt ins Privatleben war und der Bürgermeister-Job härter ist als erwartet – „für das Ergebnis hat sich der Aufwand gelohnt“.

Den Einschnitt ins Privatleben trägt seine Frau mit. Sie kennt das politische Geschäft – Gerlinde Neuhoff ist Sprecherin der Grünen im Personalausschuss des Kreistages. „Wenn es ihr zu viel wird, sagt sie das trotzdem ganz deutlich“, erzählt Neuhoff.

Es gab in den vergangenen sechs Jahren aber auch Dinge, die ihn unerwartet trafen: „Dass ich plötzlich für alles zuständig bin, bis hin zur Parkregelung für Lehrer am Sibi“, nennt der 61-Jährige als Beispiel. War es bei seiner ersten Kandidatur noch das Gefühl der „Verpflichtung, es besser zu machen“, so will Neuhoff jetzt Bürgermeister bleiben, weil er das Gefühl hat, etwas Sinnvolles zu tun. Geschickt weist er im Gespräch auf seine Erfolge hin und lässt so auch nach sechs Jahren Verwaltung noch den erfahrenen Geschäftsführer durchscheinen, den Macher, der nach 25 Jahren Stillstand in der Verwaltung moderne Zeiten eingeläutet hat.

Der Umgang und das Miteinander in Kommunalpolitik und Verwaltung sei moderater geworden, sagt Neuhoff und führt das unter anderem auf die von ihm initiierten Strategietagungen zurück. Aber er will nicht nur Verwaltung und Politik miteinander ins Gespräch bringen, auch die Beziehungsebene zwischen den Bürgern will er stärken.

Sein Bild von Bad Honnef in zehn Jahren ist das einer lebendigen Stadt, in der sich auch junge Familien zu Hause fühlen. „Der Charakter der Stadt soll erhalten bleiben, Bad Honnef soll nicht die Stadt der reichen Rentner werden.“ Außerdem sieht er Bad Honnef auf dem „Riesensprung zur klimaneutralen Stadt“, mit mehr Solar-Panels auf den Dächern und weniger Autos auf den Straßen.

Das zentrale Problem ist seiner Ansicht nach die Innenstadt, die als „Mittelzentrum“ viele Besucher auch aus der weiteren Umgebung anzieht. Sie in Zeiten zunehmender Online-Einkäufen lebendig zu erhalten, ist für den Bürgermeister eine wichtige Herausforderung – an der er bereits arbeitet.