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Interview mit Messdiener: Tobias Vreden zu der Verabschiedung

Interview mit Messdiener : Tobias Vreden zu der Verabschiedung

Tobias Vreden (Jahrgang 1965) war 40 Jahre lang in Bad Honnef als Messdiener tätig. Vor wenigen Tagen legte er nun offiziell sein Ehrenamt nieder. Mit ihm sprach Neal Graham.

Was hat Sie am Amt des Messdieners so sehr fasziniert, dass Sie es so lange bekleidet haben?
Tobias Vreden: Für mich stand immer der Aspekt des "Dienens" im Vordergrund, das steckt ja schon im Wort an sich. Der Kirche, aber auch der Gemeinschaft zu dienen, war mir wichtig. Ich habe damals neue Freunde kennengelernt und es hat mir Freude bereitet, mit Gleichgesinnten tätig zu werden. Das Messdieneramt hat meine Freizeit bestimmt, und zwar auf eine positive Art und Weise.

Hat Sie Ihre Tätigkeit als Messdiener in irgendeiner Hinsicht besonders bereichert?
Vreden: Ja, das Besondere war vor allem die stärkere Beziehung zur Kirche als Gemeinschaft und zu dem Gotteshaus St. Johann Baptist, von dem ich jetzt nach all den Jahren beinahe jeden Stein kenne. Das Amt hat mich Wurzeln für den Halt in der Kirche schlagen lassen.

Haben Sie über die Jahre im Amt des Messdieners eine Wandlung erlebt?
Vreden: Die Aufgaben an sich sind gleich geblieben, sowohl für die aktiven Messdiener als auch die Obermessdiener, die leitende und organisatorische Funktionen innehaben. Eins hat sich jedoch stark gewandelt: Als ich angefangen habe, waren wir nur Jungs. Erst 1986 kamen die ersten vier Mädchen in Bad Honnef dazu. Heute sind über die Hälfte der Messdiener hier Mädchen.