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Lockdown in Bad Honnef: Vorzeitiges Ende für das Winterleuchten

Lockdown in Bad Honnef : Vorzeitiges Ende für das Winterleuchten

Es sollte ein wenig adventliches Flair in die Stadt zaubern und hat dafür viel Lob erhalten: das Winterleuchten in der Bad Honnefer Innenstadt. In Folge des erneuten Shutdowns lässt die Stadt die Installationen nun aber vorzeitig abbauen. Und auch bei Behördengängen müssen sich die Bürger umstellen.

Konsequenzen aus dem neuerlichen Shutdown zieht die Bad Honnefer Stadtverwaltung auch für ihren Bürgerservice und weitere Bereiche. Unter anderem wird das „Winterleuchten“ in der Innenstadt abgebaut, heißt es aus dem Rathaus. Stadtbücherei und andere öffentliche Einrichtungen schließen; für dringende Angelegenheiten sind Termine erforderlich. Die Angebote des Kiezkaufhauses laufen weiter und werden ausgeweitet.

Treffen von Gruppen sollen vermieden werden

Bürgermeister Otto Neuhoff und der Erste Beigeordnete Holger Heuser appellieren eindringlich, Kontakte soweit wie möglich zu reduzieren und andere und sich selbst vor einer Neuinfektion zu schützen. „Jede Neuinfektion, die vermeidbar gewesen wäre, egal ob man jung oder alt ist, ob man sich fit fühlt oder schwere Symptome entwickelt, ist eine Neuinfektion zu viel“, so Heuser: „Wir sehen es jeden Tag hier bei uns im Stadtgebiet sowie den Lehr- und Arbeitsorten unserer Bürgerinnen und Bürger: Jede Neuinfektion löst weitere Neuinfektionen in der Familie, bei Freunden oder am Arbeitsplatz aus – manchmal mit schwerem Verlauf, manchmal mit lebensgefährlichem Verlauf, und leider, zum Glück selten, manchmal auch tödlich.“

Neuhoff ergänzt: „Die aktuell hohen Infektionszahlen sprechen eine deutliche Sprache: In der Woche vor Weihnachten liegt es jetzt an uns, durch Abstand und persönlichen Verzicht die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Nur so können wir das gemeinsame Ziel erreichen, auch in diesem Jahr aus dem Weihnachtsfest ein Fest der Liebe und der Hoffnung zu machen. Familientreffen bleiben unter den gebotenen Auflagen des Landes erlaubt. Bitte gehen Sie verantwortungsvoll und solidarisch mit diesem Privileg um.

Das „Winterleuchten“ wird abgebaut, um Anlässe für persönliche Begegnungen zu reduzieren. Um die von der Schließung besonders betroffenen lokalen Einzelhändler zu unterstützen, bleibt das Kiezkaufhaus mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage zu Weihnachten und Neujahr durchgängig geöffnet. Händler der Stadt erhalten die Möglichkeit, ihre Waren und Geschenkgutscheine anzubieten. Dieser Service ist für alle Händler kostenfrei, so die Stadt.

Ämter im Notbetrieb

Von Mittwoch, 16. Dezember, bis inklusive Sonntag, 10. Januar, sind die Bürgerbüros Stadtmitte und Aegidienber nur noch für unaufschiebbare Angelegenheiten erreichbar. Termin gibt es vorab unter ☏ 0 22 24/184 251 (Stadtmitte) oder ☏ 0 22 24/8 07 64 (Aegidienberg). Im Standesamt können Geburten und Sterbefälle nach Terminvereinbarung unter ☏ 0 22 24/184 124 oder 184 126 beurkundet werden. Stadtbücherei und Stadtinfo werden geschlossen. Bis einschließlich Dienstag, 22. Dezember, wird ein Abholservice für zuvor bestellte Medien eingerichtet. Außerdem gibt es die Onlineausleihe (Info https://meinbadhonnef.de/soziales-familie/buecherei/). Auch die Musikschule stellt auf Onlinebetrieb um. Onlineunterricht gibt es bis einschließlich 22. Dezember und wieder ab 7. Januar.

Die Eltern-Cafés sowie die Angebote der Frühen Hilfen im Kurhaus schließen bis 10. Januar. Info über Beratung und professionelle Unterstützung gibt es allerdings unter https://www.elternsein.info/beratung-anonym/anonym-kostenlos/corona-zeiten-beratung-jetzt-fuer-eltern/. In Krisensituationen und bei akutem Hilfebedarf wenden sich die Eltern direkt ans Jugendamt. Info: https://meinbadhonnef.de/a-z-listing/allgemeiner-sozialer-dienst-asd-jugendamt/. Unterstützung bietet auch die Familien- und Erziehungsberatungsstelle (https://meinbadhonnef.de/a-z-listing/familien-und-erziehungsberatungsstelle-2/ , https://www.nummergegenkummer.de/ und https://www.hilfetelefon.de/).

Die Stadt appelliert, auf das Abbrennen von Feuerwerk und Knallkörpern zu verzichten – um Brand- und Verletzungsrisiken zu reduzieren und auch als Zeichen der Wertschätzung von Feuerwehr, Rettungsdienst und Krankenhäusern, denen dadurch schwere Einsätze nach Feuerwerksunfällen erspart bleiben.