Jahrgang 2023 So schmecken die ersten klimaresistenten Weine aus dem Siebengebirge

Exklusiv | Siebengebirge · Weine aus dem Siebengebirge haben den Ruf, besonders herb zu sein. Warum Vorurteile auf den Kompost der Geschichte gehören, was Weinliebhaber für den Jahrgang 2023 erwartet – und warum auch der Klimawandel eine Rolle spielt.

 Er muss es wissen: Von einem besonderen Jahrgang, „der Freude bereitet“, spricht Winzer Josef Blöser, der mit der Erfahrung von 87 Lebensjahren gesegnet ist.

Er muss es wissen: Von einem besonderen Jahrgang, „der Freude bereitet“, spricht Winzer Josef Blöser, der mit der Erfahrung von 87 Lebensjahren gesegnet ist.

Foto: Frank Homann

Das Ritual wiederholt sich geräusch- und ganz gewiss auch genussvoll: Schenken, nämlich einschenken, schwenken, schnüffeln, schlürfen, erneut schnüffeln, schwenken und – bei Gefallen erneut – schlürfen. Anstoß an der Geräuschkulisse nimmt niemand während dieses Treffens an der langen Tafel der Vinothek des Weinguts Pieper Am Domstein in Rhöndorf. Wobei: Angestoßen wird schon mit Pläsier. Der General-Anzeiger ist dabei, wenn die Siebengebirgswinzer ihre noch jungen Erzeugnisse des noch nicht auf dem Markt befindlichen Jahrgangs 2023 zur Jungweinprobe mitbringen. Der Clou: Alle kosten alles. Ein „offenes Wort“ unter Kollegen über das, was der Gaumen erkennt, ist gewünscht.