Spenden für die Ukraine Wie Freiwillige der „Help Force Honnef“ ihre 19. Hilfsfahrt bilanzieren

Bad Honnef · Seit Beginn des Krieges fahren sie immer wieder ins Grenzgebiet der Ukraine, um dort in der Region um Bad Honnef gesammelte Spenden direkt zu übergeben: die Freiwilligen der „Help Force Honnef“. Dieses Mal machten sich vier Helfer auf den Weg. Eine Bilanz.

 Am zweiten Tag ihrer Reise bringen die vier Ehrenamtlichen, hier rechts im Bild, Spenden zu einer Flüchtlingseinrichtung, einem sogenannten „Blue Dot“-Zentrum.

Am zweiten Tag ihrer Reise bringen die vier Ehrenamtlichen, hier rechts im Bild, Spenden zu einer Flüchtlingseinrichtung, einem sogenannten „Blue Dot“-Zentrum.

Foto: Help Force Honnef

Sie sind müde, aber zufrieden und glücklich, dass sie erneut hatten helfen können: Wolfgang Heuchel, Anna-Maria Heuchel-Reinig, Ferdinand Solzbacher und Franz-Josef Therré sind von der Hilfsfahrt der „Help Force Honnef“ ins Grenzgebiet der Ukraine zurückgekehrt. Wenige Tage zuvor waren die ehrenamtlichen Helfer ins slowakisch-ukrainische Grenzgebiet aufgebrochen, um dort die zahlreichen in Bad Honnef und Umgebung gesammelten Spenden zu übergeben. Es war dies bereits die 19. Hilfsfahrt des Vereins, der aus einem losen Zusammenschluss engagierter Bad Honnefer entstanden war.

Wie berichtet, hatte sich die Gruppe, initiiert vom ehemaligen Ratsherren Michael Lingenthal, gleich nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine zusammengefunden. Seither machen sich die Helfer immer wieder auf die rund 3000 Kilometer lange Strecke, die für Hin- und Rückfahrt zurückzulegen ist, und überbringen Hilfsgüter. Große Hilfe erfahren sie von zahlreichen privaten Spendern, aber auch von Firmen und Institutionen. So gehen nicht nur Verbandsmaterial, Sanitätsbedarf und Medikamente, Hygieneartikel und haltbare Lebensmittel auf die Reise. Auch Rollstühle oder medizinische Einrichtungen gehörten schon zu den Dingen, die im Transporter Platz fanden.

Partner Caritas verteilt Hilfsgüter

Die Caritas in der Ost-Slowakei stellt in enger Zusammenarbeit mit der Caritas in der West-Ukraine dann eine reibungslose Weiterverteilung sowohl an ukrainische Flüchtlinge in der Slowakei, als auch an Kriegsgeschädigte und Binnenflüchtlinge in der Ukraine sicher. Medizin- und Sanitätsprodukte aus Bad Honnef gehen zum Beispiel an das Krankenhaus in Uzhorrod.

Die Fahrt in die Slowakei verlief auch dieses Mal reibungslos, die Spenden für das Krankenhaus und die Caritas Ukraine wurden bei der Caritas Slowakei in Secovce abgegeben. Die Freude über die Spenden war groß, insbesondere über das Verbandsmaterial und die Lebensmittel, so die Bilanz der Mitfahrenden. Die für das Krankenhaus bestimmten Spenden wurden zwischengelagert und werden einige Tage später vom Krankenhaus abgeholt. Das Signal der Empfänger sei immer dasselbe, so die Freiwilligen: Man wisse sehr zu schätzen, was Help Force Honnef gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Geschäftsleuten sowie Firmen aus dem Umkreis für die Unterstützung der vom Krieg betroffenen ukrainischen Bevölkerung leiste.

Spenden für ein Flüchtlingszentrum

Am zweiten Tag nach Ankunft ging es ins grenznah zur Ukraine gelegenen Michalovce, wo Spenden für ein sogenanntes „Blue Dot“- Zentrum abgegeben wurden. Diese Zentren bieten Unterkunft und Betreuung für ukrainische Kinder und Familien auf der Flucht an. Sie werden auch von Unicef sowie dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nation (UNHCR) unterstützt. Am Abend des vierten Reisetages kehrte die Gruppe noch Bad Honnef zurück in dem Bewusstsein, dass dies nicht die letzte Hilfsfahrt gewesen sein dürfte. Denn Hilfe wird weiter benötigt.

Weitere Informationen zum Verein und über Möglichkeiten der Unterstützung unter www.helpforcehonnef.de