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Einrichtung in Bad Honnef: Wie sich das Internet-Café der Aktiven Senioren entwickelt hat

Einrichtung in Bad Honnef : Wie sich das Internet-Café der Aktiven Senioren entwickelt hat

Das Internet-Café der Aktiven Senioren in Bad Honnef feiert sein 20-jähriges Bestehen. Ehrenamtliche leisten dort pro Jahr 400 Helferstunden. Aus der Anlaufstelle bei Technikfragen ist ein beliebter Treffpunkt geworden

Am Anfang ging es vornehmlich um Anwendungsfragen zur modernen Technik, mittlerweile ist das Internet-Café der Aktiven Senioren zu einer attraktiven Begegnungsstätte geworden und feiert nun sein 20-jähriges Bestehen. Zunächst in der Sozialstation der Johanniter-Unfall-Hilfe an der Rommersdorfer Straße untergebracht, ist das Internet-Café seit 2020 in einer Villa an der Bahnhofstraße beheimatet.

Bürgermeister Otto Neuhoff gratulierte zu der erfolgreichen Entwicklung der Einrichtung – einige Senioren verfolgten seine Rede vor Ort, andere waren coronabedingt live zur Feierstunde zugeschaltet. Neuhoff lobte die Vitalität der Gruppe: „Das ist im Alter nicht selbstverständlich. Aber wenn man etwas tut, wenn man agil bleibt, geht es einem besser“, sagte er und dankte den Organisatoren für ihren Einsatz. „Gemeinsinn wird hier gelebt“, meinte er und überreichte der Leiterin der Aktiven Senioren, Gabriele Knoth, Blumen.

Gratulationen kamen auch von den Regionalvorständen der Johanniter Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen, Julian Müller und Axel von Blomberg. Müller steuerte mit einem Tablet einen Teil für die nächste Ausstattungsstufe des Cafés bei, das seit dem Umzug an die Bahnhofstraße durch eine Spende über sechs Computer verfügt.

Corona-Pandemie stellt Senioren mit digitalen Angeboten vor neue Aufgaben

„Nicht zuletzt die Erfahrung der Pandemie mit virtuellen Angeboten stellt alle vor neue Herausforderungen. Die digitalen Interessen der Zielgruppe wandeln sich vom PC bis hin zu Laptop, Tablet und Smartphone“,erklärte Knoth. „Die Johanniter bieten heute auch dabei Hilfestellung und Beratung an, um das Interesse und die Freude an digitalen Medien und damit zusammenhängende Unabhängigkeit der Senioren zu fördern“, erklärte die Leiterin der Gruppe.

 2001 hatte Hans Klebanowski, der damalige Leiter der Aktiven Senioren, mit Willi Schubert von dem Verein „Brücke“ über die Gründung eines Internet-Cafés nachgedacht. „Wir beschlossen dann, die Idee gemeinsam umzusetzen“, so Schubert. Nach einer Testphase von sechs Monaten öffneten sie im Februar 2001 erstmals offiziell die Türen des Internet-Cafés. „Bescheiden starteten wir mit zwei Computern. Die ersten sieben Teilnehmer trafen sich immer freitags für zwei Stunden“, so Schubert, der die ehrenamtliche Leitung übernahm. Unterstützt wurde er von Marie-Theres Liedgens und Rolf Hartmann, die sich besonders bei der Betreuung der Gäste engagierten. Das rege Interesse führte zu weiteren Café-Terminen und zum Einsatz von Thorsten Isbruch. Als Dankeschön für ihren Einsatz in den vergangenen 20 Jahren erhielten sie nun ein Präsent.

Ehrenamtliche leisten pro Jahr 400 Helferstunden

Pro Jahr werden in der Einrichtung insgesamt 400 ehrenamtliche Helferstunden geleistet, bis zu 50 Senioren kommen monatlich dort zusammen. Etwa 16 000 Gäste haben das Internet-Café seit der Gründung besucht. Die Gruppe der Besucher wurde immer größer, sodass im vergangenen Jahr der Umzug an die Bahnhofstraße 2b erfolgte. Dort werden auch Vorträge, Treffen und Gespräche angeboten.

Die Aktiven Senioren entwickeln ihr Angebot immer weiter: Zum neusten Service zählt ein besonderer Fahrdienst: Sie haben eine Rikscha angemietet und Rikschafahrer ausbilden lassen. Wer gerne eine Tour ausprobieren werden möchte, kann sich melden. 

Weitere Infos bei der Johanniter-Unfall-Hilfe, Aktive Senioren, Bahnhofstraße 2b, ☎ 02224/976 394 00, E-Mail: gabriele.knoth@johanniter.de