Signalfrabe für mehr Sicherheit Wie und wo das Radfahren in Bad Honnef sicherer werden soll

Bad Honnef · Eine Signalfarbe für mehr Sicherheit: Im vergangenen Herbst wurde an der Hauptstraße in Höhe von Bismarckstraße und Meßbeuel eine sogenannte „Radwegfurt“ markiert. Ähnliche Markierungen soll es schon in Kürze auch an weiteren Punkten in Bad Honnef geben. Wo genau das sein wird, darüber informiert die Verwaltung.

Markierungen, wie die an der Einmüdung der Hauptstraße zur Bismarckstraße, sollen in Kürze auch an anderen für Radfahrer gefährlichen Stellen aufgebracht werden.

Markierungen, wie die an der Einmüdung der Hauptstraße zur Bismarckstraße, sollen in Kürze auch an anderen für Radfahrer gefährlichen Stellen aufgebracht werden.

Foto: Claudia Sülzen

Der frühe Morgen ist Hauptverkehrszeit – naturgemäß auch für Fahrradfahrer. Vor allem auf den Schulwegen wie an der Rommersdorfer Straße, aber auch entlang der Hauptstraße sind die Radfahrer dann auf der Fahrbahn unterwegs. Das Radfahren auch dort, wo es besonders frequentierte Einmündungen gibt, sicherer zu machen, ist nur eines der Ziele des Radverkehrskonzeptes – mithilfe zum Beispiel der Signalfarbe Rot auf der Fahrbahn.

Wie berichtet, hatte die Politik 2021 das Radverkehrskonzept verabschiedet. Was eine Verbesserung der Infrastruktur für Radfahrer angeht, erhielt die Stadt daraufhin mehrfach Förderzusagen, so 1,33 Millionen Euro aus dem Programm „Klimaschutz durch Radverkehr“ des Bundes bei einem städtischen Eigenanteil von 444.000 Euro oder an die 200.000 Euro unter anderem für kleinere und auch „weiche Maßnahmen“.

Schwerpunkte der „Hardware“ sind unter anderem der Ausbau des Rheinradwegs sowie eine radfahrfreundliche Gestaltung der Rommersdorfer Straße als Hauptschulweg in der Stadt. Beide Maßnahmen haben sich wie berichtet verzögert; die Ausschreibung der Arbeiten etwa an der Rommersdorfer Straße soll in diesem Frühjahr erfolgen. Wann die Umsetzung beginnen kann, ist noch offen. Zum Thema Rheinradweg – eine beliebte und viel genutzte Pendlerroute – hieß es zuletzt, habe die Hochwasserlage zu Verzögerungen geführt. Ein genaues Startdatum könne entsprechend ebenfalls noch nicht genannt werden, hieß es jüngst auf Anfrage des General-Anzeigers.

Schneller gehen dürfte es mit „kleineren“ Arbeiten, die die SPD zum Anlass für einen Antrag im städtischen Ausschuss für Umwelt, Mobilität, Klimaschutz und Wald nahm: der Markierung weiterer sogenannter Radwegfurten. Bekanntlich war eine solche in leuchtendem Rot im Herbst 2023 an der Hauptstraße an den Einmündungen von Bismarckstraße und Meßbeuel aufgebracht worden – letztere ein Punkt, an dem es 2019 zu einem schweren Verkehrsunfall mit Beteiligung einer Radfahrerin gekommen war.

Die SPD „begrüßt diese Maßnahme nachdrücklich als wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit“ für Radfahrer und „weiteren Schritt zur allgemeinen Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit“, so der Antrag. Konsequenterweise sollten weitere Radwegfurten im Verlauf von Haupt- und Rhöndorfer Straße auf beiden Seiten angebracht werden. Konkret genannt wurden die Einmündungen von Wilhelmstraße, Flutgraben und Frankenweg sowie von Mühlenweg, Auf Penaten, Nachtigallenweg, Am Spitzenbach und Luisenstraße. Bodenpiktogramme und die Erneuerung von verblassten Trennmarkierungen zwischen Fahrrad- und Fußgängerweg seien weitere Punkte.

Was weitere Radwegfurten angeht, vermeldet die Verwaltung baldigen Vollzugsbeginn. Im Ausschuss teilt die Verwaltung mit, eine Reihe Markierungsarbeiten sei bereits im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben worden, habe bislang allerdings nur an zwei Standorten umgesetzt werden können – eben an der Einmündung von Hauptstraße und Meßbeuel sowie einige Meter weiter an der Bismarckstraße. An der Hauptstraße/Ecke Spitzenbach sei eine Radwegfurt mittels Piktogrammen umgesetzt, dasselbe gelte für Hauptstraße/Ecke Luisenstraße.

Schon in Kürze würden weitere Arbeiten folgen, darunter auch an der Rhöndorfer Straße: Radwegfurten sind dort an der Ecke Frankenweg sowie an der Ecke Flutgraben und an der Einmündung Nachtigallenweg vorgesehen. Dasselbe gilt Richtung Innenstadt für die Einmündung Hauptstraße und Wilhelmstraße. Radwegfurten sind zudem in Aegidienberg geplant, an folgenden Punkten: Aegidienberger Straße/Klosterstraße, Aegidienberger Straße/Siefenhovener Straße, Himberger Straße/Hubertusstraße und Himberger Straße/Erzstraße.

Die Kosten für die noch offenen Markierungen belaufen sich laut Verwaltung auf rund 18.000 Euro, je Maßnahme, also circa 1500 Euro. „Sobald die Witterung es zulässt, werden die restlichen Markierungsarbeiten durch die beauftragten Firmen durchgeführt“, so die Verwaltung.

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