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"Live Music Now" gibt Konzert in der Parkresidenz: Zauberhafte Saitenklänge

"Live Music Now" gibt Konzert in der Parkresidenz : Zauberhafte Saitenklänge

Zwei klassische neapolitanische Mandolinen, eine Gitarre: Es war eine eher seltene Besetzung beim Konzert mit dem Ensemble "trioLogie" in der Parkresidenz, organisiert von dem von Yehudi Menuhin gegründeten Verein Live Music Now.

Die Menuhin-Stipendiaten Melanie Hunger, Kristina Lisner und Markus Sich begeisterten mit einem mitreißenden und kontrastreichen Vortrag, der Musik aus vier Jahrhunderten bot. Die Künstler errangen schon erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben und reisten in Sachen Musik bereits quer durch Europa, nach Amerika und Asien.

Im Alter von acht Jahren hatten die beiden jungen Damen das Mandolinenspiel an der Musikschule Hilden schätzen gelernt. Und Markus Sich begann mit sechs das Gitarrenspiel an der Musikschule Velbert. Ihr reicher Erfahrungsschatz ermöglicht den drei kurz vor dem Abschluss stehenden Studenten der Hochschule für Musik und Tanz Köln/Wuppertal auch, Werke großer Meister stilgerecht für ihre Besetzung zu bearbeiten und so ihr Repertoire stetig zu erweitern.

So stieg das Trio mit der eigentlich für Kammerorchester von Tomas Albinoni geschriebenen Sinfonia G-Dur ein und fesselte das Publikum von Beginn an mit gekonnter Technik und Hingabe. Romantisch das Stück "Mattino d'Autunno-Herbstmogen" von Raffaele Calace, der selbst Mandolinen baute. 15 Lieder und Tänze schuf Federico Mompou; zwei davon waren zu hören.

Judy Garland sang das Lied "Somewhere Over the Rainbow" im jahr 1939 im Film "Der Zauberer von Oz". Nun erlebte das Publikum, wie "Irgendwo jenseits des Regenbogens" von Harold Arlen mit Mandoline und Gitarre klingt. Zauberhaft.

Beim Stück "Arioso" handelte es sich um die Komposition des zeitgenössischen Komponisten Rossen Balkanski aus Bulgarien. Und Kristina Lisner, Melanie Hunger und Markus Sich meisterten auch dieses schwer zu spielende Stück, in dem der schnelle und rhythmisch knifflige bulgarische Tanz verarbeitet ist. Zum Abschluss ging es nach Brasilien, wo es eine große Mandolinen-Szene gibt, die die Choro-Musik pflegt. Kristina Lisner erklärte dem Publikum: "Die fetzen auf ihren Instrumenten so richtig ab." Das hohe Tempo von "Nao Me Toques" von Zequinha de Abreu erforderte hohe Virtuosität der drei Musiker. Kein Problem für sie. Hausdame Heidi Pink belohnte die Mandolinistinnen mit Blumen und ihren Kollegen mit einem Weinpräsent.