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Förderverein Bad Honnef: Zu wenige Mitglieder

Förderverein Bad Honnef : Zu wenige Mitglieder

"Das Thema ist noch nicht vom Tisch." Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur in Bad Honnef erinnerte der Vorsitzende Werner Osterbrink an die ursprünglichen Pläne, ein Ensemble zu schaffen aus dem Brunnen "Zeitenstrom" vor dem Kunstraum und dem Torbogen des Clever Hofes.

Aus Kostengründen musste bisher auf das Versetzen dieses historischen Bogens von der Bergstraße in die Mauer zwischen Rathaus- und Kirchplatz verzichtet werden. Im April 2012 wurde er vom Eigentümer, der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Johann Baptist, zunächst abgebaut und fachmännisch eingelagert. "Die Pfarrgemeinde ist immer noch sehr an dem Projekt interessiert. Ich habe dem Pfarrer unsere Mithilfe in dem uns möglichen Rahmen zugesagt", so Osterbrink.

In seinem Bericht beleuchtete Osterbrink die Ausstellungen im Kunstraum und die sehr verschiedenen Besucherzahlen. Als etwa die Bilderschätze der Stadt gezeigt wurden, kamen 251 Besucher. In dieser Größenordnung lagen die Zahlen auch bei den Präsentationen heimischer Künstler. Sehr viel weniger waren es meistens bei ihren auswärtigen Kollegen. Der Vorsitzende betonte: "Bei der Auswahl der Künstler wollen wir uns aber nicht von Besucherzahlen leiten lassen, sondern der Beirat richtet sich nach Qualitätsmerkmalen."

2011 und 2012 wurden rund 1800 Besucher gezählt. "2013 hatten wir hervorragende Ausstellungen mit befriedigenden Besucherzahlen." Aktuell sind es 1450. Osterbrink hoffte, dass die am Sonntag zu eröffnende Schau von Werken aus der Künstlerwerkstatt "Am blauen See" die Statistik noch aufhübscht. Er zeigte sich überrascht und begeistert von der künstlerischen Arbeit, die von den behinderten Menschen auf Hohenhonnef geleistet wird.

Osterbrink sagte: "Es ist nicht so einfach, jedes Jahr zehn Ausstellungen zu organisieren. Das bereitet viel Arbeit, macht aber auch Freude." Er bedauerte, dass für einige Kunstinteressierte Kunst erst in Bonn oder Köln beginnt. "Natürlich, wir können hier nicht Gerhard Richter ausstellen. Aber wir möchten Künstler unterstützen, indem sie sich hier präsentieren dürfen."

Sorgen bereitet dem Vorsitzenden die Mitgliederzahl des Vereins. "Derzeit sind es 42 - zu wenige." Überlegt wurde, wie Kinder und Eltern für den Kunstraum interessiert werden könnten. Und: Manfred Menzel wurde als Vertreter des Beirates in den Vorstand berufen. Klaus Eckenroth ist als Beisitzer nun Vorstandsmitglied. Neue Kassenprüfer sind Herbert Güttler und Uwe Modersohn.