1. Region
  2. Siebengebirge

Kita-Bau mit Herausforderung in Thomasberg: Bauen in schwierigem Gelände

Kita-Bau mit Herausforderung in Thomasberg : Bauen in schwierigem Gelände

Hanglage macht den Neubau der Kita Limperichsberg zu einer Herausforderung. Kosten: 4,1 Millionen Euro

Nach heftigen Diskussionen über die Frage, ob der Standort für die neue viergruppige Kita am Limperichsberg geeignet ist, geht es auf der Baustelle nun seit einigen Wochen voran. Die spezielle Topografie des Grundstücks an der Straße „Am Domblick“ in Thomasberg mit einem Höhenunterschied von zwölf Metern führt jedoch dazu, dass die Erdarbeiten deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als anderswo.

Die jüngste Frostperiode hat zu einer weiteren Verzögerung beigetragen. „Durch die extrem kalte Witterung sind wir nicht so schnell vorangekommen wie geplant“, sagt Stefan Sieben, Geschäftsbereichsleiter für Grundstücke und Gebäude bei der Stadt Königswinter. Die gute Nachricht: Er geht davon aus, dass der Zeitrückstand im weiteren Bauverlauf aufgeholt werden kann.

Die Ausschreibung für den Rohbau auf dem 3456 Quadratmeter großen städtischen Grundstück befindet sich zurzeit im Vergabeverfahren. Der Baubeginn ist Mitte März geplant. Die Submissionstermine für die einzelnen Gewerke wie Fenster, Gerüstbau, Aufzug, Elektro, Dacharbeiten und Außenputz laufen in den Monaten März bis Mai ab. Im Juli soll mit dem Innenausbau, im Oktober mit den Außenanlagen begonnen werden. Bis Ende des Jahres soll das Gebäude dann fertiggestellt sein. Das Budget für den Neubau liegt bei knapp 4,1 Millionen Euro. 

Kinder, Eltern und Erzieher werden die Kita von der Straße oder dem rund 300 Quadratmeter großen Parkplatz aus über einen Eingangsbereich erreichen. Dort befinden sich Technikräume, das Treppenhaus und ein Aufzug. Von dort geht es zu den in einem Querriegel untergebrachten Gruppenräumen in der zweiten Etage. In einem Zwischengeschoss entsteht zudem ein großer Mehrzweckraum. Die gesamte Nutzfläche der Kita beträgt rund 625 Quadratmeter.

Von den Gruppenräumen aus gelangen die Kinder auf direktem Wege in die Außenanlagen mit einer rund 1000 Quadratmeter großen Spielfläche. Eine weitere Treppe führt seitlich am Gebäude vorbei nach oben. „Wir sind froh, dass wir es geschafft haben, trotz der äußerst schwierigen Hanglage die Barrierefreiheit und die Entfluchtung herzustellen“, sagt Sieben.

Etwas überraschend hatten die Königswinterer Wählerinitiative und die SPD im November im Stadtrat ihren Antrag zurückgezogen, den Kita-Neubau zunächst zu stoppen. Eigentlich wollte man die Verwaltung beauftragen, alternative Standorte zu benennen, weil man die topografische Lage wegen des starken Gefälles für ungeeignet hielt. Zudem sollte die Verwaltung die Kosten bei einem Planungsstopp ermitteln. Die Verwaltung sah sich jedoch nicht in der Lage, die Mehrkosten seriös zu schätzen. Sie machte auch deutlich, dass ein Planungsstopp zu einem Zeitverzug von bis zu fünf Monaten führen würde, da der Auftrag für den Tiefbau noch im Dezember vergeben werden sollte. Wegen der großen Nachfrage nach Kita-Plätzen in der Stadt war das den Antragstellern deshalb zu heikel, sodass sie ihren Antrag zurückzogen.

Der neue Träger der Kita Limperichsberg wird in einem Ausschreibungsverfahren gesucht. „Wir hoffen, dass es noch im März eine Entscheidung geben wird“, sagte die zuständige Dezernentin Heike Jüngling. Nach GA-Informationen gibt es mehrere Bewerber.