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Corona-Pause: Drachenfelsbahn stellt Betrieb vorübergehend ein

Corona-Pause : Drachenfelsbahn stellt Betrieb vorübergehend ein

Zuletzt war die beliebte Drachenfelsbahn mit einem Corona-Schutzkonzept unterwegs, jetzt zog die Bergbahnen im Siebengebirge AG ihre eigene Notbremse: Wegen der konstant hohen Infektionszahlen ruht der Betrieb bis vorerst Ende Juni. Die Regelung gilt ab sofort.

Corona-Zwangspause nun doch für die Drachenfelsbahn: Wie Klaus Hacker, Vorstand der Bergbahnen im Siebengebirge AG, mitteilte, haben die weiter hohen Infektionsraten und das neue Infektionsschutzgesetz das Team bewogen, den Fahrbetrieb bis zunächst Ende Juni einzustellen. Die Regelung gilt ab sofort. „Wir hätten es an Ostern noch nicht für möglich gehalten, dass wir diesen Schritt gehen müssen. Zugleich ist es in der jetzigen Situation der vernünftigste Schritt, um zur Eindämmung der Pandemie beizutragen und sich solidarisch zu zeigen“, so Hacker.

Wie berichtet, war der Betrieb der Bahn zuletzt mit einem Schutzkonzept aufrecht erhalten worden. So waren die Triebwagen, die sonst bis zu 80 Personen fassen, mit maximal 35 Fahrgästen unterwegs. Dass der Bahnbetrieb, wenn auch in deutlich verringerter Form, zunächst beibehalten wurde, sorgte auch für Diskussionen. Zusätzliche Anreize, die zu Menschenansammlungen führen könnten, seien zu vermeiden, hieß es etwa von der Stadt Königswinter. Hacker hielt entgegen, dass die Bahn gerade mal ein Fünftel der Menschen, die sich zeitweise auf dem Drachenfelsplateau tummelten, auf den Berg transportiert habe.

Zugleich sei die Entscheidung jetzt  alternativlos. Hacker: „Das ist uns nicht leicht gefallen und tut auch weh.“ Indes: Hacker geht davon aus, dass der Ansturm an den Brückentagen im Mai sogar noch zunehmen dürfte. Hacker: „Die Zahlen geben eine andere Lösung darum aktuell nicht mehr her.“ Hacker hofft, dass es zum 1. Juli Öffnungsperspektiven gibt.

Auch das Siebengebirgsmuseum schließt

Neben der Drachenfelbahn schließt auch das Siebengebirgsmuseum wieder seine Pforten. Die Bundes-Notbremse sieht vor, dass bei einer Inzidenz von über 100 Freizeit- und Kultureinrichtungen schließen müssen. Davon betroffen sei auch das Siebengebirgsmuseum, teilt die Stadt Königswinter mit. Die Schließung gelte bis auf Weiteres ab Samstag, 24. April.