Vereine feiern die Vielfalt im Bürgerpark Unkel Ein Fest so bunt wie der Regenbogen

Unkel · Viel Musik, Tanz, Gesang, Heiterkeit und Kulinarik prägte das äußerst gut besuchte Regenbogenfest in Unkel. Vor allem Kinder und Jugendliche konnten zeigen, was ihnen Spaß macht

 Den Bürgerpark in Unkel verwandelten die Macher des Regenbogenfestes zu einem bunten Ort der Vielfalt aus Sprachen, Tanz, Kulinarik und Mitmachaktionen.

Den Bürgerpark in Unkel verwandelten die Macher des Regenbogenfestes zu einem bunten Ort der Vielfalt aus Sprachen, Tanz, Kulinarik und Mitmachaktionen.

Foto: Frank Homann

„Jetzt geht’s grad voll los! Nachdem wir zwei Jahre etwas ausgebremst waren.“, freute sich René Rondot vom Verein Gemeinsam für Vielfalt Unkel (kurz gfv) über die vielen Menschen unterschiedlichster Herkunft und vor allem die zahlreichen Kinder, die zum Regenbogenfest in den Bürgerpark Unkel strömten.

Auf der Bühne tanzten die „Dreijährige Schmetterlings-Gruppe“, „GIRLS“ und „BOYS“ von „Bad Honnef tanzt“ unter der mitreißenden Leitung Anna-Lu Maschs, deren Mann auch Mitglied bei gfv ist, und das große, bunte Publikum tanzte und wippte mit. Währenddessen war die Hüpfburg voll besetzt und im Wheel- und Skatepark wimmelte es nur so von kleinen Artisten. Ebenso meckerten die Ziegen des städtischen Kindergartens fröhlich und auch die anderen Spielbereiche fanden großen Anklang fanden.

 Passend zum Regenbogenfest kommen auch die Kleidungen der Tänzerinnen und Tänzer recht bunt daher.

Passend zum Regenbogenfest kommen auch die Kleidungen der Tänzerinnen und Tänzer recht bunt daher.

Foto: Frank Homann

Die Frauenbildungsstätte Utamara aus Kasbach, der Unkeler Kontaktkreis Flüchtlinge und Gemeinsam für Vielfalt, Pächter des Bürgerparks auf dem ehemaligen Freibadgelände, managten zusammen dieses interkulturelle Regenbogen-Kinder- und Familien-Fest im Bürgerpark Unkel. „Für den Kontaktkreis Flüchtlinge hatten wir uns seit 2016 mit Helfern zusammengetan, um den damaligen Neuankömmlingen den Anfang zu erleichtern.“, erklärte Aynur Ergin, die Gründungsmitglied ist.

Daraus ging 2017 dann Gemeinsam für Vielfalt, ein offenes ökumenisches Netzwerk zur Unterstützung Geflüchteter hervor, die in diesen Tagen besonders von Ukrainern aufgesucht werden. Im Bürgerpark gibt es beispielsweise eine Fahrradwerkstatt, die von Gerd Faßbender mit betreut wird. „Die Leute können bei uns lernen zu reparieren. Aber wir spenden auch überarbeitete Räder weiter.“, erläuterte Faßbender. „Momentan haben wir schon 35 Räder an Ukrainer weitergegeben“, erklärte er eins der Projekte im Bürgerpark, das auch beim Fest dabei war.

„Wunderbares Sprachgewirr“ erfüllt den Unkeler Bürgerpark

Das Programm war vielfältig und etliche Nationen waren vertreten. „Schon bei unserem Osterferienprogramm gab es ein wunderbares Sprachgewirr aus Englisch, Ukrainisch, Deutsch, Kurdisch, Türkisch und so vielem mehr – und alle haben sich verstanden.“, zeigte sich Rondot begeistert. Und eine christliche Besucherin stimmte gleich ein: „Das ist wie Pfingsten, wo sich auf einmal alle verschiedenen Völker miteinander verständigen konnten, als der Heilige Geist über ihnen ausgeschüttet wurde.“

Bunt waren Hautfarbe, Sprache, Religion, Kulinarik und Tanz. So standen auf einmal junge Frauen in wunderschönen kurdischen Gewändern auf der Bühne, die kurdische Volkstanzgruppe Govenda Romanî aus Köln, unterstützt von typisch kurdischem Blasinstrument und Percussion. Auf der Wiese stimmten etliche junge und ältere Frauen in den Tanz ein, Zuschauer auf den Bänken klatschten im Takt mit.

„Vielfalt!“, war die knappe und treffende Beschreibung von Cira Köhler, Mitarbeiterin bei Utamara und Betreuerin des Bühnenprogramms. Köhler setzt sich in ihren Projekten besonders für die Stärkung von Frauen ein, fördert Begegnungscafés, wo bei verschiedensten Themen Hilfestellung geboten wird.

Gleich zu Beginn gab es Ponyreiten mit der Reitgemeinschaft Unkel. Den kleinen Kindern war auch das Matsch-Kunstbecken, wo sie in dem ehemaligen Planschbecken nun mit viel neuem Sand sowie einem wasserspeienden Delfin nach Herzenslust matschen können, mehr als ausreichende Belustigung. Und die Sonne ließ sich nicht lumpen und erwärmte zusätzlich das bunte Fest.

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