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DRK-Ortsvereine in Königswinter und Bad Honnef: 120 Aktive künftig unter einem Dach

DRK-Ortsvereine in Königswinter und Bad Honnef : 120 Aktive künftig unter einem Dach

Rund zwei Jahre haben die Vorbereitungen gedauert, jetzt ist es gemachte Sache: Die Ortsvereine des Deutschen Roten Kreuzes aus Königswinter und Bad Honnef schließen sich zusammen.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Siebengebirge ist künftig noch stärker. Die Mitglieder der beiden DRK-Ortsvereine Bad Honnef und Königswinter beschlossen auf ihren Jahreshauptversammlungen ihre Verschmelzung unter dem Namen „Deutsches Rotes Kreuz – Ortsverein Bad Honnef/Königswinter“.

Außerdem legten sie fest, dass die Fachdienste und Gemeinschaften im Tagesgeschäft als „DRK Siebengebirge“ firmieren. Zum Vorsitzenden wählten sie Uwe Westhoven, der das Honnefer DRK seit 2013 leitete. Der neue Chef freute sich, dass mit Elisabeth Lorenz und Dirk Hombach auch Mitglieder aus Königswinter im neuen Leitungsgremium zu finden sind.

Jeweils 600 Fördermitglieder aus beiden Ortsvereinen

Klaus Pipke, Präsident des DRK-Kreisverbandes, sowie dessen geschäftsführender Vorstand Frank Malotki und Notarin Christiane Kluge begleiteten die Gründung des DRK Siebengebirge an diesem Abend in der ehemaligen Konrad-Adenauer-Schule. Rund 120 Aktive hat die neue Rot-Kreuz-Struktur im Siebengebirge; 25 aktive Mitglieder stammen vom bisherigen Ortsverein Königswinter. Jeweils 600 Fördermitglieder kommen aus beiden Ortsvereinen.

Zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen für diesen Schritt, der sich durch die Corona-Krise verzögerte. „Das ist ein historischer Tag heute“, sagte der langjährige Chef des Königswinterer Ortsvereins, Bernhard Franz. „Wir sind übereingekommen, dass es für beide Ortsvereine von Vorteil ist, die Kräfte zu bündeln. Alle stehen voll hinter diesem Schritt.“

Die Königswinterer waren 2018 auf die Nachbarn mit dem Wunsch auf Verschmelzung zugegangen. Uwe Westhoven betonte: „So können wir gemeinsam in die Zukunft blicken und das DRK Siebengebirge ausbauen und zukunftsfähig aufstellen. Kein Ortsverein verschwindet, die Kombination drängte sich förmlich auf. Die finanziellen Möglichkeiten sind dadurch deutlich erweitert.“

Geschäftsstelle in Bad Honnef

Als Geschäftsstelle wird das DRK-Zentrum in Bad Honnef dienen, die auch künftig Jens Koelzer leitet. Die Rot-Kreuz-Unterkunft in der Königswinterer Altstadt dient der Blutspende als Hauptsitz, dem Katastrophenschutz und dem Jugendrotkreuz als Lagerstätte. Die Jugend möchte ihre Arbeit auf das Stadtgebiet Königswinter ausweiten. Jens Koelzer: „Hier planen wir, in den nächsten Jahren im Bergbereich entsprechende Räumlichkeiten zu schaffen.“

Das DRK-Zentrum in Bad Honnef wird vorerst das zentrale Haus für alle ehrenamtlichen Helfer im Siebengebirge. „Der Fuhrpark soll in den nächsten Jahren erneuert und erweitert werden“, so Koelzer. „Vor allem der Fachdienst Siebengebirge wird zukünftig neben dem Katastrophenschutz und Sanitätswachdienst ein zentrales Aufgabengebiet im DRK Siebengebirge werden.“

Gründung einer Bergwacht bis 2025

Die stärkere Nutzung des Siebengebirges für Outdoor-Aktivitäten war für das DRK Bad Honnef Anlass, einen Fachdienst Siebengebirge ins Leben zu rufen, der nach der Verschmelzung in der Gründung einer Bergwacht gipfeln soll, „unser Projekt 2025“, so Koelzer, „dazu sind wir in intensiven Gesprächen mit den verantwortlichen Stellen im Kreis und auf Landesverbandsebene, entwickeln auch übergreifend mit der Freiwilligen Feuerwehr Konzepte. Wir wollen aber keinen Rettungsdienst ersetzen“.

Derzeit sieht der Fachdienst Siebengebirge so aus: Die Gruppe hat 23 Helfer. Diese sind auf zwei E-Bikes, die mit Sponsorengeldern angeschafft werden konnten, sowie auf privaten Rädern in Dienstkleidung und mit medizinischer Ausrüstung im Siebengebirge unterwegs, um im Notfall zu helfen. Koelzer: „In Zukunft soll die Versorgung weiter ausgebaut werden.

Defibrillator und geländefähiges Fahrzeug

Zeitnah ist die Beschaffung eines kleinen Automatisierten Externen Defibrillators für die Notfalltasche der Fahrräder vorgesehen.“ Geplant ist darüber hinaus ein geländefähiges Fahrzeug, mit dem die Helfer Patienten auch in unwegsamem Gelände bergen können.

Im Gespräch ist das DRK auch mit dem Kreis, „um eine unterstützende Funktion im Bereich der Kontrolle der Fahrradwegstrecken im Siebengebirge zu übernehmen“. Ein zusätzliches Thema ist die Übernahme einer Patenschaft für eine der Schutzhütten im Siebengebirge.