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Jubiläum im Jubiläumsjahr des Siebengebirgsgymnasiums: Abiturienten von 1958 feiern Wiedersehen in Königswinter

Jubiläum im Jubiläumsjahr des Siebengebirgsgymnasiums : Abiturienten von 1958 feiern Wiedersehen in Königswinter

Das Sibi wird 100 – und die Abiturienten von 1958 feierten jetzt ihr Diamantenes im Maritim Hotel Königswinter. Klar, dass dieses Ereignis mit in den Jubiläumsfilm des Siebengebirgsgymnasiums muss.

Die beiden Filmemacher Marvin und Jaco Beydemüller, selbst Sibi-Abiturienten, waren mit Norbert Walkembach vom Festkomitee gekommen, um Interviews mit den Ehemaligen zu führen und von dem Abend zu berichten, der mit einem Sektempfang durch die Hoteldirektion begann, mit einem stilvollen Abendessen im Salon Petersberg fortgesetzt wurde und gegen Mitternacht in der Piano-Bar endete. Bad Honnefs Vizebürgermeister Klaus Munk wünschte einen schönen Abend und sagte: „Ich finde es toll, wie groß in diesem Jahrgang der harte Kern ist!“

Die Ehemaligen aus dem Kreis der Sextaner des Jahrgangs 1949 waren der Einladung durch den federführenden Organisator Rolf Labedzke auch diesmal wieder gern gefolgt. Von Anfang an versammeln sich bei Klassentreffen stets alle vor nunmehr 69 Jahren am Sibi eingeschulten Schüler, egal, ob sie als Einjährige 1955 oder als Oberprimaner 1957/58 das Gymnasium verließen, um Ausbildung oder Studium anzutreten. Mit Manfred Wahl hatten sie sogar einen Kameraden in ihren Reihen, der als Physiker in den USA in der Raumfahrt tätig war und an den Helios-Raumsonden mitwirkte.

Die weiteste Anreise hatten diesmal Hans Kuno Kley aus Singen, Gunther Faulhammer aus Bremen und Dietmar Weirauch aus Berlin, der zusammen mit Inge Kley in der Besetzung Mandoline und Geige Barockmusik vortrug. Erinnerungen an die Schulzeit wurden wachgerufen. Und ein Absolvent hatte die Abiturrede von Hans Neunkirchen dabei, die der „Kniffi“ genannte Schulleiter fast auf den Tag genau vor 60 Jahren für diese Abiturklasse unter dem Titel „Erziehung zur Freiheit“ gehalten hatte. Das rief natürlich auch Erinnerungen wach, wie die vom Schultor. „Kniffi“ hatte als Erziehungsmaßnahme zur Pünktlichkeit angeordnet, um 8 Uhr das Tor zu schließen. Am ersten Tag hing es allerdings im Birnbaum.

Wiedersehensfreude war groß

Zum ersten Mal war Dieter Adolphs beim Klassentreffen. Er wurde selbst Französisch- und Englischlehrer und Konrektor einer Realschule, machte aber sein Abitur in Bonn, weil der Vater beruflich versetzt worden war. Beim Einjährigen-Kommers im „Vater Rhein“ am 26. März 1955 hatte er seine Schulkameraden zum letzten Mal gesehen. Die Wiedersehensfreude war groß.

Willi Richarz wurde Exportchef bei Didier. „Ich war Kriegswaise. Als Nicht-Honnefer musste ich Schulgeld zahlen. 25 Mark im Monat. Ich merkte, dass meiner Mutter das sehr schwer fiel und deshalb habe ich nach der Obersekunda-Reife eine Ausbildung bei den Didier-Werken absolviert. Eigentlich wollte ich Brückenbauarchitekt werden. Ich bin meiner Mutter heute noch dankbar, dass sie sich so krummgelegt hat für mich. Sie hat den Bahnhof in Niederdollendorf geputzt.“ An die Schulzeit am Sibi erinnert er sich sehr gern. „Wir hatten sehr gute Lehrer.“

Am Tag nach dem abendlichen Treffen besuchten etliche der Ehemaligen Bad Honnef, machten einen Stadtrundgang, sahen sich das Sibi an und wurden von Herbert Breuer, dem Rektor der Anna-Kapelle, empfangen und hörten ein kleines Orgelkonzert mit Wilfried Dohr. Auf Wunsch von Rolf Labedzke erklang noch eine kräftige Toccata.

Herbert Breuer informierte über die Geschichte des kleinen, neben dem Sibi gelegenen Doms und segnete seine Besucher zum Abschied. Beim Sibi-Festakt im Oktober wollen die Jubilare natürlich dabei sein. Und am 3. April 2019 ist bereits das nächste Wiedersehen im Maritim geplant.