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Schöne Ausblicke ins Siebengebirge: Auf GA-Winterwanderung durchs Pleiser Hügelland

Schöne Ausblicke ins Siebengebirge : Auf GA-Winterwanderung durchs Pleiser Hügelland

Das Siebengebirge ist ein Paradies für Wanderer, aber auch hinter den sieben Bergen gibt es auf Schusters Rappen viel zu entdecken: Besonders gut lassen sich die idyllische Landschaft und die Dörfer mit all ihren versteckten Sehenswürdigkeiten auf dem Kapellenwanderweg erkunden.

Wem die insgesamt 42 Kilometer lange Rundstrecke zu lang ist, kann sich auch auf eine der insgesamt drei Kapellenschleifen begeben und dabei zum Beispiel das Pleiser Hügelland erkunden.

Start und Ziel der Winterwanderung ist Oberpleis. Von der Bergmetropole aus führt die Kapellenschleife Nummer 2 fernab der Touristenströme durch entlegene Dörfer, vorbei an malerischen Kapellen und weitläufigen Obstplantagen, über Wiesen und Felder und entlang uriger Bachläufe. Auf Informationstafeln erfährt der Wanderer Spannendes und Wissenswertes zur Landschaft und ihren Sehenswürdigkeiten, hier und da kann man auch Relikte des ehemaligen Basaltabbaus entdecken.

Die insgesamt 13,2 Kilometer lange Strecke verläuft größtenteils über gut befestigte Wege. Da es aber entlang der Bäche und auf den Wiesenpfaden auch matschig und nass sein kann, wird festes Schuhwerk empfohlen. Auch der Rucksack sollte nicht vergessen werden, da es unterwegs keine Einkehrmöglichkeit gibt. Die gesamte Route ist gut ausgeschildert: Eine gelbe Kapelle auf orangefarbigem Grund sorgt dafür, dass der Wanderer stets auf dem rechten Weg bleibt. Aber Achtung: Wer dem weißen Kapellensymbol folgt, begibt sich auf die 42 Kilometer lange Hauptstrecke der Kapellenwanderung. Teilweise verlaufen beide Routen parallel.

Start an der Pfarrkirche in Oberpleis

Die Wanderung beginnt an der katholischen Pfarrkirche Sankt Pankratius oder alternativ am Rathaus in Oberpleis. Von beiden Startpunkten aus geht es entlang der Dollendorfer Straße in Richtung Stadtzentrum, wo der Weilerweg abzweigt. Die Straße führt durch den ruhigen Ortsteil Weiler aufwärts zum Hartenberg. Vor dem Reitstall an der Hartenbergstraße zweigt nach rechts ein Wiesenweg ab, der zur ersten Kapelle führt. Geradezu majestätisch thront das Heiligenhäuschen, beschützt von einer mächtigen Linde, hoch oben auf der Anhöhe.

Von hier aus eröffnet sich ein wunderbarer Blick in Richtung Siebengebirge und bis nach Siegburg. Der Weg führt ein kurzes Stück an Obstplantagen und Feldern vorbei und zweigt dann rechts abwärts in Richtung Wahlfeld ab. Kurz hinter dem Tierfriedhof „Bönnschenhof“ lohnt ein kurzer Abstecher zur Antoniuskapelle am Lützer Weg. Ursprünglich stand das im Jahr 1886 erbaute Fachwerkkirchlein in Uthweiler, musste 1976 aber einem Wohnhaus weichen. Die Freiwillige Feuerwehr baute es am heutigen Standort wieder auf.

Die Wanderroute führt weiter entlang der Straße „Im Etzenbach“, biegt kurz vor Jüngsfeld nach rechts in einen breiten Feldweg ab, auf dem der Wanderer vorbei an malerischen Tannengruppen und Wiesenflächen Richtung Uthweiler gelangt. Nach dem Überqueren der Siegburger Straße geht es zum nächsten Gotteshaus, der vergleichsweise schlichten und modern anmutenden Michaelskapelle. Weiter geht es über die Pfarrer-Wichert-Straße.

Schöne Ausblicke in Richtung Siebengebirge

Nach etwa 300 Metern gilt es, nicht den kleinen Wirtschaftsweg zu verpassen, der an der Einmündung der Straßen „Am Pleisbach“ und „An der Hofwiese“ abzweigt. Er führt zu einem Wäldchen, bei dem es nach rechts weitergeht. Im weiteren Verlauf des Wanderweges Richtung Thelenbitze eröffnen sich immer wieder schöne Ausblicke in Richtung Siebengebirge. Vom kleinen Dorf Thelenbitze aus sind es noch etwa 500 Meter bis nach Pleiserhohn mit seiner schönen Sankt Anna-Kapelle.

Hier befindet sich auch ein Nachbau der historischen Wasserentnahmestelle, ein „Pütz“. Von der Kapelle aus geht es nach links über die Erbstraße in Richtung Westerhausen. Von hier aus führt die Route etwa 700 Meter entlang der wenig befahrenen Rübhausener Straße bis zum dritten Feldweg, der nach rechts abzweigt und den Wanderer durch die Wiesen und Felder am Rande des Naturschutzgebietes Eisbach in das kleine gleichnamige Dorf bringt.

Schmucke Fachwerkhäuser bestimmen das Ortsbild, zu dem auch die liebevoll gepflegte Marienkapelle an der Prälat-Buchholz-Straße gehört – ein Ort, der zum Innehalten einlädt.

Nach einer kurzen Ruhepause führt die Route zunächst über den Bittweg weiter, dann nach links in Richtung Fronhardt und von hier aus nach Oberpleis zurück. Am Ziel wieder angekommen, lohnt ein Besuch der im 12. Jahrhundert erbauten Probsteikirche mit ihrem kostbaren Dreikönigs-Relief und dem mittelalterlichen Kosmosbild im Fußboden des Eingangsbereichs.