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B24 bei Königswinter: Bundesstraße gesperrt - Tunnel werden saniert

Bundesstraße bei Königswinter : B42 wird ab Freitagabend für zwei Tage in Richtung Köln gesperrt

Zur Vorbereitung der zweijährigen Arbeiten an der Tunnelkette ist die Bundesstraße 42 am Wochenende gesperrt. Ortskundige sollten den Bereich besser großräumig umfahren.

Damit Umleitungen nicht zu außergewöhnlichen, langwierigen Umwegen werden, sollten Autofahrer am jetzigen Wochenende besonders darauf achten, für welche Route sie sich entscheiden. Denn: Als etwa Mitte November 2020 die Drachenbrücke in Königswinter und somit die Bundesstraße 42 zwischen Bad Honnef und Königswinter ein ganzes Wochenende lang wegen Bauarbeiten gesperrt war, empfahl der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW allen Verkehrsteilnehmern, dass sie der Sperrung im Rheintal über die A3 entgehen sollten. Aber: Für dieses Wochenende spricht ein Sprecher des Landesbetriebs diese Empfehlung nicht aus, da auch die A3 dicht ist.

Aber der Reihe nach: Voraussichtlich am Sonntag, 26. September, sind laut Landesbetrieb Straßen NRW die Vorarbeiten für die Sanierung der Tunnelkette auf der B 42 abgeschlossen. Zuvor ist allerdings von Freitag, 17. September, 18 Uhr, bis Sonntag, 19. September, 18 Uhr, eine Sperrung in Fahrtrichtung Köln vonnöten. „Um die B 42 einer später erforderlichen Verkehrsführung anzupassen, muss die Fahrbahn saniert werden“, berichtet Rainer Herzog, Pressesprecher der Regionalniederlassung Rhein-Berg des Landesbetriebs Straßen NRW, auf GA-Anfrage. Die ausgeschilderte und empfohlene Umleitung führt von der Anschlussstelle Königswinter über die Ferdinand Mülhens-Straße, über die Hauptstraße (L 193) und den Grünen Weg zurück auf die B 42. „Ortskundige sollten den Bereich besser großräumig umfahren“, rät Herzog. An der Hauptstraße werde an verschiedenen Stellen ein absolutes Halteverbot eingerichtet.

Sicherheitstechnik muss erneuert werden

Die Planungen für die Modernisierung der Tunnel zwischen Königswinter und Oberkassel laufen bereits seit 2012. In den drei Bauwerken, die zwischen 1981 und 1984 entstanden sind, muss unter anderem die komplette Sicherheitstechnik erneuert werden. Hauptleistungen sind nach Angaben von Straßen NRW neben der sicherheitstechnischen Nachrüstung der Tunnel die Betoninstandsetzung, außerdem werden die Entwässerungsanlagen und die Fahrbahnen erneuert. Schon seit Wochen sind an den Wänden der Tunnel allenthalben rote Kringel zu sehen, die bei den Vorarbeiten gefundene Schadstellen im Beton dokumentieren.

In der ersten Bauphase bis Sonntag, 31. Oktober, sind unter anderem Arbeiten an Schutzplanken und Verkehrstechnik vorgesehen. Mittelstreifenüberfahrten werden hergestellt, Fahrbahnen ertüchtigt und Notzugänge für die Feuerwehr hergestellt. Die Arbeiten finden dann – im Gegensatz zu den Arbeiten während des Wochenendes – in beiden Fahrt­richtungen statt, das heißt am Nordportal des Tunnels Oberkassel, im Tunnel Oberkassel sowie am Südportal des Tunnels Oberdollendorf. Am Südportal wird der laufende Verkehr auf die rechte Fahrspur verlegt, um am Mittelstreifen arbeiten zu können. Am und im Tunnel Oberkassel ist später der Seitenstreifen gesperrt, sodass der Verkehr eingeschränkt weiterlaufen kann. Laut Landesbetrieb gibt es in dieser Bauphase eins keine Beeinträchtigungen für die Stadtbahnlinie 66, die in Niederdollendorf phasenweise zwischen der Nord- und der Südfahrspur verkehrt.

Nahezu parallel zur Sperrung im Siebengebirge wird die A 3 am Wochenende zwischen dem Autobahnkreuz Bonn/Siegburg und der Anschlussstelle Lohmar in Fahrtrichtung Oberhausen gesperrt. Los geht es am Freitag, 17. September, 22 Uhr, bis Montag, 20. September, um 5 Uhr. Wie die Autobahn GmbH erklärte, rechnet sie „mit viel Verkehr und Stau auf der A 3 sowie der A 560 und der A 59“. Darum, so lautet die Empfehlung, sollten Verkehrsteilnehmer diesen Bereich nach Möglichkeit weiträumig umfahren. Der Fernverkehr sollte auf der A 3 aus Würzburg kommend bereits ab dem Autobahndreieck Seligenstadt (A 3/A 45) über die A 45 bis zum Autobahnkreuz Olpe-Süd und dann über die A 4 in Richtung Köln ausweichen. Auf dem stark frequentierten Abschnitt der A 3 zwischen Siebengebirge und Lohmar bewegen sich laut Autobahn GmbH zwischen 80 000 und 100 000 Fahrzeuge pro Tag.