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Bergbereich in Königswinter: Firma bietet schnelles Internet an

Anschlüsse in Königswinter : Firma bietet im Bergbereich schnelles Internet an

Die Firma Deutsche Glasfaser möchte im Königswinter Bergbereich Leitungen für schnelles Internet verlegen. Bedingung: 40 Prozent der Haushalte müssen einen Anschluss buchen.

Der Königswinterer Bergbereich könnte bald den Anschluss an eine hochmoderne Kommunikationsinfrastruktur und damit an schnelles Internet bekommen – wenn mindestens 40 Prozent der Haushalte mit einem Anschluss einverstanden sind. Das sagte Projektmanagerin Serpil Durmaz von der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser bei einer Infoveranstaltung im Oberpleiser Rathaus. Die Firma, die laut Durmaz FTTH-Glasfasernetze entwickelt, baut und betreibt. Derzeit habe das Unternehmen, das seit 2011 bundesweit aktiv ist, rund 600 000 Anschlüsse realisiert. „Bis Ende 2021 wollen wir die Millionen-Marke knacken.“

Man könne Privathaushalten, Schulen und Unternehmen die reine Glasfaseranbindung ermöglichen und lege den Fokus auf ländliche Regionen, „die lange vernachlässigt wurden“. Auch in Teilgebieten der Stadt Königswinter möchte die Firma für Breitbandinfrastruktur sorgen. Ab Januar will die Deutsche Glasfaser in den anvisierten Orten per Post, bei Informationsabende, mit Außenwerbung, Aktionstagen und Beratungsstellen möglichst viele Kunden gewinnen. Dabei wolle man über die Möglichkeiten eines Glasfaseranschlusses bis ins Haus informieren, den Technologieunterschied erläutern, den Projektablauf inklusive Ausbau und die Produkte vorstellen, so Durmaz.

An zwei Bereiche im Königswinterer Raum ist gedacht. Das erste Projekt umfasst die Orte Rauschendorf, Stieldorf, Oelinghoven und Vinxel, das zweite Bennerscheid, Berghausen, Willmeroth, Bockeroth, Eisbach, Frohnhardt, Eudenbach, Hühnerberg, Quirrenbach, Pützstück, Sand, Rostingen, Sassenberg, Thelenbitze, Pleiserhohn, Uthweiler und Niederbuchholz. Das sind insgesamt circa 4850 Haushalte.

„Die Deutsche Glasfaser investiert für diese Ortschaften mehr als neun Millionen Euro. Um den Ausbau ohne fremde monetäre Verantwortung durchführen zu können, benötigen wir eine Akzeptanz von 40 Prozent der Haushalte pro Projektgebiet“, erläuterte die Projektleiterin. Nach drei bis vier Monaten wisse man, ob diese Quote zustande komme. Der Stichtag für beide Projekte sei der 4. Mai. Durmaz erläuterte den Unterschied zwischen Glasfaser- und Kupferkabel. Bei letzterem sei die Verbindung um so schlechter, je weiter der Anschluss vom Verteiler entfernt sei. Glasfaser funktioniere mit Lichtgeschwindigkeit. „Glasfaser geht nie die Puste aus“, warb sie.

Wenn die 40-Prozent Quote erreicht werde, baue das Unternehmen den Ort zu 100 Prozent aus. Wer sich für Glasfaser entschieden habe, bekomme den direkten Hausanschluss kostenfrei. Wer später beantrage, müsse den Anschluss zahlen. Auch über Tarife wurde gesprochen. „Wir sind nicht teurer, nur schneller.“

Wer die Glasfaser nicht wolle, könne bei der alten Leitung bleiben, das Kupfer bleibe liegen. Und auch ein Wechsel zu einem anderen Anbieter sei nach zwei Jahren möglich.