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Botschafter der Heimat: Bernd Stelter und weitere Prominente werben für NRW-Stiftung

Botschafter der Heimat : Bernd Stelter und weitere Prominente werben für NRW-Stiftung

Nachdem die Enthüllungszeremonie vorbei ist, zückt Bernd Stelter sein Handy und macht ein Foto von dem Plakat, das unter dem Motto "Mein NRW. Meine Heimat. Meine Stiftung" für die Nordrhein-Wesfalen-Stiftung wirbt. Es zeigt: ihn selbst.

Denn der Comedian ist neben Bettina Böttinger, Manuel Andrack, Shary Reeves und Ralph Caspers einer der Botschafter, die den Förderverein der Stiftung anlässlich dessen 25-jährigen Bestehens mehr ins öffentliche Bewusstsein rücken und damit natürlich auch weitere Unterstützer werben sollen. Auf Schloss Drachenburg in Königswinter stellten Stiftungspräsident Harry Kurt Voigtsberger, der Fördervereinsvorsitzende Michael Breuer und der Kabarettist Wendelin Haverkamp gemeinsam mit Stelter die Kampagne vor.

Dazu gehören neben großflächigen Plakaten und Anzeigen in Zeitschriften und im Internet auch insgesamt fünf "Heimatfrühstücke" - das erste Ende Mai auf Schloss Drachenburg, eines der Vorzeigeobjekte der Stiftung. 400 Gäste sollen an den Tischen rund um das Schloss frühstücken, als Gast wird Ralph Caspers erwartet, den jüngeren Zuschauern bekannt aus der "Sendung mit der Maus" und als Partner von Shary Reeves bei "Wissen macht Ah!".

Über mangelnde Anträge für Förderprojekte muss sich die Stiftung keine Sorgen machen, da ist sie bekannt. Umgekehrt wünschen sich die Verantwortlichen aber noch mehr Mitglieder, die die Ziele der Stiftung unterstützen - durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Zustiftungen oder ehrenamtlichen Einsatz. Großes Vorbild ist dabei der "National Trust" in Großbritannien mit seinen mehr als zwei Millionen Mitgliedern.

Stelter, halb Westfale und halb Rheinländer ("Ich sage immer: in Westfalen groß und im Rheinland dick geworden"), hat auf seinen Tourneen viele Facetten des Landes kennengelernt und schätzt vor allem dessen Vielseitigkeit und die Freundlichkeit der Menschen. Da ist es für ihn Ehrensache, als Werbebotschafter für die Heimat aufzutreten.

Die Stiftung sieht ihre Aufgabe vor allem darin, Projekten Starthilfe zu geben, den Rest müssen die Antragsteller dann selbst erledigen. Daher arbeitet man eng mit Vereinen, Verbänden und Organisationen zusammen, die im Sinne des Stiftungszweckes tätig sind. Die Beträge, mit denen die Stiftung den Antragstellern unter die Arme greift, können dabei von einigen Hundert Euro bis zu staatlichen Beträgen reichen.

In der Heimat- und Kulturpflege gibt es ein breit gefächertes Engagement für kleinere und mittlere Baudenkmäler mit kultur-, sozial- und wirtschaftsgeschichtlicher Bedeutung. Dazu gehören beispielsweise denkmalgeschützte Mühlen, historische Hofanlagen oder Fördertürme ehemaliger Zechenanlagen. Im Naturschutz liegt hingegen ein Schwerpunkt im Erwerb schutzwürdiger Flächen, um gefährdeten Tieren und Pflanzen einen geeigneten Lebensraum auf Dauer zu erhalten.

All das und noch viel mehr wollen Stiftung und Förderverein den Besuchern der Frühstücke vermitteln. Und so vielleicht den einen oder anderen überzeugen, sich ebenfalls zu engagieren.