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Kommentar zum Sozialausschuss in Königswinter: Besseres zu tun

Kommentar zum Sozialausschuss in Königswinter : Besseres zu tun

Der, die, das; wer, wie, was; wieso, weshalb, warum: Wer nicht fragt, bleibt dumm! Das wissen wir alle seit der Sesamstraße. Und natürlich ist es Aufgabe von Lokalpolitikern, sich zu informieren, um fundierte Entscheidungen zu treffen und bei Fehlentwicklungen gegenzusteuern.

Das gilt ganz besonders bei einem so wichtigen und sensiblen Thema wie der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen.

Andererseits handelt es sich bei Kommunalpolitikern nicht um Kinder, sondern um erwachsene Menschen, die sogar mehr Möglichkeiten als andere haben, sich schlau zu machen. Antworten auf die meisten Fragen, die gerade die Koalition in ihrem umfassenden Antrag zusammengefasst hatte, hätte sie sich leicht mit einem Telefonat bei der Verwaltung oder dem Forum Ehrenamt beschaffen können, manches gar beim Blick in die örtlichen Zeitungen oder die Ausschussunterlagen der Vergangenheit erfahren können.

Stattdessen hat man das Dezernat II, das bekanntlich auch ohne die vielen zusätzlichen Aufgaben, die die vielen Flüchtlinge mit sich bringen, bereits mehr als gut ausgelastet ist, mit einer Flut von Anfragen überschüttet. Man kann nur mutmaßen, wie viele Stunden die Verwaltungsmitarbeiter mit dem Zusammentragen der Fakten und der Beantwortung der Fragen zugebracht haben.

Und dabei muss man zu dem Schluss kommen: Obwohl es das gute Recht der Politik ist, sich informieren zu lassen – in diesem Fall haben die Mitarbeiter und Sozialdezernentin Heike Jüngling schlicht Wichtigeres und Besseres zu tun.