1. Region
  2. Siebengebirge
  3. Königswinter

Insektenvolk musste getötet werden: Bienenseuche in Uthweiler ausgebrochen

Insektenvolk musste getötet werden : Bienenseuche in Uthweiler ausgebrochen

Die unter Imkern gefürchtete hochansteckende Amerikanische Faulbrut (AFB) wurde in einem Bienenbestand in Königswinter-Uthweiler amtlich festgestellt. Das teilte gestern der Rhein-Sieg-Kreis mit. Der Befund ergab sich anlässlich einer Routineuntersuchung und wurde durch eine labordiagnostische Untersuchung bestätigt.

Weil es sich bei der Amerikanischen Faulbrut um eine anzeigepflichtige Tierseuche handelt, wurde das Veterinäramt eingeschaltet.

Zur Vermeidung einer weiteren Verbreitung der Seuche wurde das betroffene Bienenvolk getötet und unschädlich beseitigt. Die Untersuchung der übrigen Völker des Bestandes sowie die Kontrollen der Bienenstände in der Umgebung des Ausbruchbetriebes ergaben keine weiteren Anzeichen eines Seuchenbefalls.

Vorsorglich wurden der betroffene Bienenstand sowie alle in der Umgebung liegenden Bienenstände zur Vermeidung der Verbreitung des Erregers unter amtliche Beobachtung gestellt. Die Schutzmaßnahmen werden erst nach einer zweiten Untersuchung aller betroffenen Bienenstände im kommenden Frühjahr aufgehoben, wenn sich hierbei keine Anzeichen einer Infektion finden lassen.

Klaus Mann, Leiter der Abteilung Tiergesundheit des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Rhein-Sieg-Kreises, wies im Zusammenhang mit dem aktuellen Fall auf die Vorgaben der Bienenseuchenverordnung hin. "Jeder Imker ist verpflichtet, seine Bienenhaltung vor Beginn der Tätigkeit unter Angabe des Standorts und der jeweiligen Völkerzahl dem zuständigen Veterinäramt und der Tierseuchenkasse anzuzeigen", so Mann. Unabhängig davon müsse der Verdacht des Ausbruchs der Amerikanischen Faulbrut beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Sieg-Kreises gemeldet werden.

Zuwiderhandlungen stellten Ordnungswidrigkeiten dar, die mit Bußgeldern einhergehen können.

Weitere Informationen gibt es beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, 0 22 41/13 23 35.