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Sankt Sebastianus-Männer-Schützenbruderschaft in Königswinter: Das Schützenfest wird verschoben

Sankt Sebastianus-Männer-Schützenbruderschaft in Königswinter : Das Schützenfest wird verschoben

Die Corona-Pandemie macht der Sankt Sebastianus-Männer-Schützenbruderschaft in Königswinter im Jubiläumsjahr erneut einen Strich durch die Planungen. Der Ball im Februar fällt aus.

Corona wirft auch für das Jahr 2022 den Plan der Sankt Sebastianus-Männer-Schützenbruderschaft durcheinander. Normalerweise findet das Schützenfest im Zweijahres-Turnus im Mai statt. Nachdem 2020 die große Traditionsveranstaltung ersatzlos dem Lockdown zum Opfer fiel, wurde auch in diesem Jahr der Wonnemonat als Termin gestrichen.

Erster Brudermeister Walter Faßbender gab auf der Patronats-Generalversammlung der Bruderschaft in der Kirche Maria Königin des Friedens abgehalten wurde, das neue Ziel aus: „Wir haben für unser Schützenfest den Sommer ins Auge gefasst und hoffen, dass die Einschränkungen bis dahin aufgehoben sind.“

Und die Mitglieder stimmten diesem wenige Tage zuvor bei einer digitalen Vorstandssitzung gefassten Beschluss bei einer Enthaltung einstimmig zu. Faßbender: „Wir appellieren, diesen Plan aus vollem Herzen zu unterstützen, um ein wenig Normalität ins Bruderschaftsleben zu bringen.“

Schützenkönig regiert im vierten Jahr

Archivar Klaus H.F. Zinke, dessen Jahresbericht 2021 zur Chronik an die Mitglieder verteilt wurde, wird später in den Annalen auf eine Besonderheit hinweisen können: Als König wird er länger als gewöhnlich im Amt sein. 2018 eroberte Zinke den Königstitel und hält mit Königin Ingrid nun schon im vierten Jahr die Regentschaft.

Meist digital wurde innerhalb des Vorstands kommuniziert; die Generalversammlung 2021, bei der Frank Dohr neuer Zweiter Brudermeister wurde, konnte erst Ende September nachgeholt werden. Eine Sternwanderung der Schützen, eine Tagestour für die Herren und ein Treffen der Damen waren möglich.

2022 haben die Sebastianer ihr 475. Bruderschafts-Jubiläum. Auf ihren Ball im Februar müssen sie wegen Corona verzichten. „Wir wollen abwarten, wenigstens etwas möchten wir aus diesem Anlass machen, aber derzeit haben wir pandemiebedingt keine Planungssicherheit“, erläuterte Faßbender. Gedacht ist an ein „alternatives Event im Freien“.

Bezirksbundesmeister Ulrich Berres überbrachte jedenfalls sehr pünktlich zu diesem Jubiläum die Grüße des Bezirksverbandes Siebengebirge im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften mit dem Wunsch, dass das Bruderschaftsleben bald wieder normal läuft.

Präses Markus Hoitz hatte bereits in einem offenen Brief an die Sebastianus-Bruderschaften daran erinnert, dass deren Gründer effektiv auf eine Pandemie, die Pest, und auf eine religiös verworrene Situation durch die Reformation mit der Wiederbegründung der Bruderschaften in Königswinter sowie in Nieder- und Oberdollendorf reagiert hatten – als Bürgerwehr oder als organisierte Caritas. Bei der Messe vor der Generalversammlung betonte Hoitz in seiner Predigt, welchen Halt in den derzeit für die Kirche schwierigen Zeiten die Bruderschaften geben können und müssen.