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Gästebefragung auf dem Drachenfels: Der Genuss steht im Vordergrund

Gästebefragung auf dem Drachenfels : Der Genuss steht im Vordergrund

Die Besucher des Drachenfels schätzen vor allem das Naturerlebnis: Das ist das Ergebnis einer Gästebefragung, die die Tourismus Siebengebirge GmbH im August und Oktober 2016 durchgeführt hat.

Zwei von drei Besuchern des Drachenfels wollen auf dem Berg vor allem die Natur genießen. Jeder Zweite kommt, weil er sich dort oben erholen und entspannen möchte. Für 43 Prozent steht das kulturelle Erlebnis im Vordergrund. Jeder Vierte kommt, um zu wandern.

Das ist das Ergebnis einer Gästebefragung, die die Tourismus Siebengebirge GmbH im August und Oktober 2016 im Tourismusbahnhof durchgeführt hat. 2.500 Befragungskarten wurden verteilt. 881 Karten kamen zurück. Je nach Frage wurden zwischen 551 und 881 gültige Antworten abgegeben. Die Auswertung übernahmen Studenten der Internationalen Hochschule Bad Honnef (IUBH). Die Ergebnisse wurden in dieser Woche präsentiert.

Die Zahl der Drachenfelsbesucher stagnierte in den vergangenen Jahren. Diese Aussage trifft jedenfalls für diejenigen zu, die die Drachenfelsbahn benutzen. Lag die Zahl der Fahrgäste im Jahr 2014 bei 263.800, fuhren ein Jahr später 249.861 Personen auf den Berg. Im vergangenen Jahr waren es 257.500. Hinzu kommen noch einmal rund 260.000 Wanderer, die sich zu Fuß auf den Weg zum Drachenfelsplateau machten. Dieses Ergebnis lieferten die Zählstellen am unteren Eselsweg. Wegen der Sperrung des oberen Eselsweges müssen Wanderer zurzeit die Ausweichroute über den Kutschenweg nehmen.

Großer Gewinner war Schloss Drachenburg, das seine Besucherzahl zwischen 2014 und 2016 von 147.000 über 170.000 auf 209.000 steigern konnte. Das sind fast so viele Besucher wie die Städte Königswinter (129.000) und Bad Honnef (95.000) im vergangenen Jahr zusammen an Gästeankünften zu verzeichnen hatten.

Dagegen entwickelten sich die Besucherzahlen im Siebengebirgsmuseum sogar leicht rückläufig. Lagen sie 2014 und 2015 noch knapp über 10.000, wurde diese Marke 2016 unterschritten. Zum Vergleich: Die Nibelungenhalle hatte 70.000 Besucher. 85 Prozent der Gäste, die befragt wurden, waren Tagesbesucher, 15 Prozent Übernachtungsgäste.

36 Prozent gaben an, zum ersten Mal den Drachenfels zu besuchen, 27 Prozent waren bereits zwei bis fünf Mal hier, 17 Prozent mehr als zehnmal. 36 Prozent kamen mit ihrem Partner, 27 Prozent reisten in der Gruppe an, 17 Prozent mit der Familie, fünf Prozent waren alleine unterwegs. 42 Prozent der Besucher waren über 60 Jahre alt. Zehn Prozent der Gäste waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Die 19- bis 30-Jährigen machten knapp zehn Prozent aller Besucher aus. 37 Prozent der Gäste waren zwischen 30 und 60 Jahren alt. 95 Prozent der Gäste kamen aus Deutschland, nur 1,3 Prozent aus den Niederlanden, 0,7 Prozent aus Österreich und 0,5 Prozent aus Belgien. 47 Prozent der Gäste stammten aus dem Postleitzahlgebiet mit der „5“ vorne, von denen die „50er“ bis „53er“, also Wanderer aus der Region Bonn, Köln, Leverkusen und Aachen, wiederum rund 85 Prozent ausmachten.

23 Prozent aller Besucher stammten aus dem Postleitzahlbereich „4“, also der Region zwischen Düsseldorf und Osnabrück. Allerdings sind die Zahlen zur Herkunft mit Vorsicht zu genießen, weil gerade in diesem Bereich lediglich zwischen 551 und 602 gültige Karten abgegeben wurden. Das mag daran liegen, dass die Fragebögen nur auf Deutsch vorgelegen haben und daher von vielen ausländischen Gästen nicht beantwortet wurden.

73 Prozent der Drachenfelsbesucher reisten mit dem Auto an, zehn Prozent mit der Bahn, neun Prozent mit dem Schiff über den Rhein und fünf Prozent mit dem Bus. Drei Prozent der Gäste radelten nach Königswinter.