Auszeichnung für Pfarrer Markus Hoitz Der neue Ritter vom Siebengebirge ist ein Mann Gottes

Königswinter · Jetzt ist es raus: Der katholische Pfarrer Markus Hoitz wird als Anerkennung für seine vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten in das Ordenskapitel der „Ritter vom Siebengebirge“ berufen. Warum das so ist, erklärte das Ordenskapitel sehr präzise.

 Der gebürtige Dollendorfer und Pfarrer Markus Hoitz ist neuer „Ritter vom Siebengebirge“.

Der gebürtige Dollendorfer und Pfarrer Markus Hoitz ist neuer „Ritter vom Siebengebirge“.

Foto: Frank Homann

Der Wahl des Probst-Gerhard-Saals neben der katholischen Pfarrkirche in Oberpleis konnte bereits als Hinweis auf den neuen Ritter vom Siebengebirge verstanden werden. Nur wenige Meter vom Pfarrhaus entfernt präsentierte das Ordenskapitel Pfarrer Markus Hoitz als 61. Ordensträger in der Geschichte.

17 der 20 noch lebenden Ordensträger waren zur Vorstellung ihres neuen Kollegen gekommen. Auch Alterspräsident Willi Armbröster, der demnächst 90 Jahre alt wird, erlebte die „Laudatio“ der neuen Sprecherin des Ordenskapitels, Martina Pannenbecker-Frings, auf Markus Hoitz mit. Die Ordensträgerin von 2016 hat diese Aufgabe nun zusammen mit Walter Jonas, Ordensträger von 2006, übernommen und wird zusätzlich von Wolfgang Wicharz, Ordensträger von 2019, unterstützt. Lothar Vreden und Wilbert Fuhr wurden nach sechs Jahren im Probst-Gerhard-Saal verabschiedet.

Die Liste der ehrenamtlichen Tätigkeiten des neuen Ritters und leitenden Pfarrers aller Königswinterer Katholiken passte dabei nicht auf eine Seite. Hier seien nur seine Mitgliedschaft im Kuratorium der Stiftung Abtei Heisterbach, die Organisation von „Klassik in der Scheune“, die Aufgabe als Feldkaplan der Blau-Weißen Funken 1954 Oberpleis, der Einsatz mit der Tuba im Musikzug der Eudenbacher Feuerwehr und die Rolle als Präses mehrerer Schützenbruderschaften erwähnt.

„Markus Hoitz ist ein offener, wortgewandter, humorvoller, kritischer und leidenschaftlicher Seelsorger und somit der richtige Mann für die Auszeichnung“, sagte Pannenbecker-Frings. Bürgermeister Lutz Wagner lobte außerdem die Bodenhaftung und Bodenständigkeit des neuen Ordensträgers. Das Ordenskapitel bezeichnete er als „illustre Runde“, die Vorstellung von einem edlen Ritter passe durchaus zu Menschen, die so viel Ehrenamtliches leisten.

„Humorvoller, kritischer und leidenschaftlicher Seelsorger“

Der neue Ritter fühlte sich angesichts des vielen Lobes und durch die Aufnahme in das Ordenskapitel geehrt – besonders in Anbetracht der „katastrophalen Situation im Erzbistum“, so Hoitz. Auch hierzu hat der Theologe in der Vergangenheit stets deutliche Worte gefunden. „Ich kann die Rüstung ganz gut gebrauchen. Der Kampf geht weiter“, sagte der 63-Jährige, der sein Abitur am Ernst-Kalkuhl-Gymnasium machte, danach katholische Theologie in Bonn und Freiburg studierte und 1987 zum Priester geweiht wurde. Er nehme den Orden auch stellvertretend für die vielen Menschen in den Gemeinden entgegen, die sich ehrenamtlich engagieren. „Sie zeigen, dass Christsein und Katholische Kirche-Sein auch anders geht.“

Lothar Vreden als ausscheidender Sprecher des Ordenskapitels gedachte der schönen und traurigen Momente in der sechsjährigen Amtszeit. Besonders tragisch war dabei der Tod von Ritter Jürgen Limper, der im November 2020 in seiner neuen Heimat Oberaudorf an Corona starb, just zu der Zeit, als seine Kollegen vom Ordenskapitel ihm einen Besuch abstatten wollten, wie Altbürgermeister Herbert Krämer in seiner Dankesrede auf die beiden ausscheidenden Sprecher berichtete.

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