1. Region
  2. Siebengebirge
  3. Königswinter

Seniorenfest in Vinxel: Der Nikolaus fuhr in der Limousine vor

Seniorenfest in Vinxel : Der Nikolaus fuhr in der Limousine vor

"Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an" - Recht hat er, der Udo Jürgens, der in seinem bekannten Ohrwurm das lustige Seniorenleben besingt. Ab dem Alter von 65 Jahren nämlich darf man am traditionellen "Vinxeler Seniorenfest" teilnehmen.

Auch in diesem Jahr hatte der Vorstand des Bürgervereins Vinxel die Generation "65 plus" wieder zu Kaffee und Kuchen in das Dorfgemeinschaftshaus nach Oelinghoven eingeladen - Shuttleservice inklusive. Einziges Manko: Die meisten Vinxeler dieser Altersklasse fühlen sich anscheinend einfach zu jung für ein Seniorenfest. "Wir erreichen leider nur 15 bis 20 Prozent aller Eingeladenen", bedauert Vorsitzender Michael Dreesbach.

Mehr als 300 Einladungskärtchen wurden verschickt, nur knapp 50 Senioren wollten sich die Feier nicht entgehen lassen. "Wir überlegen schon, das Fest umzubenennen", sagte Dreesbach schmunzelnd. Jedenfalls habe es sich der neu gewählte Vorstand zum Ziel gesetzt, die Veranstaltung "etwas aufgefrischter darzubieten". So wurde in diesem Jahr zum Beispiel auch mit der Tradition gebrochen, den beziehungsweise die älteste Teilnehmerin besonders zu ehren.

Die Junggebliebenen, die sich von der Einladung angesprochen gefühlt hatten, bereuten es jedenfalls nicht, in das Dorfgemeinschaftshaus nach Oelinghoven gekommen zu sein. Sie konnten sich an diesem Nachmittag nämlich nicht nur jede Menge kulinarische Leckereien schmecken lassen, sondern vor allem auch noch ein schönes, abwechslungsreiches Programm genießen, das der Bürgerverein auf die Beine gestellt hatte.

Susanne Berger stimmte die Gäste zum Auftakt mit drei ganz besonderen, maßgeschneiderten Weihnachtsgeschichten auf das bevorstehende Christfest ein. Im Anschluss besangen sechs kleine Bäckermeister des Kindergartens Löwenzahn aus Vinxel die fröhliche Weihnachtsbäckerei. Obendrein hatten die Jungen und Mädchen auch noch ein Gedicht für die Senioren einstudiert.

Davon hatte offensichtlich auch der Nikolaus Wind bekommen, er stattete der Feier höchstpersönlich einen Besuch ab. Sehr zum Leidwesen der Pänz fuhr der wichtige Mann mit dem weißen Rauschebart, in dessen Rolle an diesem Nachmittag Dirk Bachmann geschlüpft war, allerdings nicht im Rentierschlitten, sondern in einer dunklen Limousine vor.

Musikalische Leckerbissen steuerten zudem der MGV Oelinghoven sowie erstmals die Wolfgang Stahl-Band mit ihrer "Kölschen Weihnacht" bei.