Martinszug in Vinxel Der Vünftzailplatz erstrahlte im Lichterglanz

VINXEL · Mit dem Tambourcorps Frei weg Selhof setzte sich Sankt Martin hoch zu Ross in Bewegung. Ihm folgte eine große Schar von aufgeregten Kindern mit ihren selbst gebastelten Laternen durch die Straßen des Ortes.

 Im Bann der Flammen: Kinder und Eltern beobachten fasziniert das Vinxeler Martinsfeuer.

Im Bann der Flammen: Kinder und Eltern beobachten fasziniert das Vinxeler Martinsfeuer.

Foto: Frank Homann

Auf dem Feld am "Neuen Hobshof" beobachteten sie dann gespannt, wie das traditionelle Martinsfeuer loderte. Zurückgekehrt zum Ausgangspunkt, gab es für alle Kinder köstliche Stuten, die von Mitgliedern des Bürgervereins verteilt wurden. Hier fand dann auch die Ziehung der Gewinne aus dem Losverkauf zu Sankt Martin statt.

Wer seine Losnummern nicht mehr kontrollierte, weil die ungemütlichen Temperaturen zur Heimkehr in die warme Wohnung drängten, kann die Gewinnerlisten ab Dienstag beim Edeka-Markt Buchner in Stieldorf oder in der Bäckerei Rüth einsehen. Die Gewinne können bei Buchner abgeholt werden.

Kurz gefragt

Der Martinszug wurde vom neuen Vorstand des Bürgervereins Vinxel auch genutzt, um nach den Querelen im Vorstand und dem Umbruch an der Vereinsspitze mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Mit dem Vorsitzenden Michael Dreesbach und Schriftführer Wolfgang Stahl sprach Roswitha Oschmann.

Was passierte seit der Vorstandswahl im Juni?
Michael Dreesbach: Wir konnten sehr viel aufarbeiten. Mein Dank gilt den Helferinnen und Helfern des Bürgervereins für ihre wertvolle Unterstützung bei der Vereinsarbeit und bei der Vorbereitung dieses Sankt-Martins-Festes. Wir hoffen, dass sich künftig noch mehr Bürger beteiligen.

Gibt es bereits konkrete Ergebnisse?
Dreesbach: Uns ist es in intensiven und sehr konstruktiven Gesprächen mit Vertretern der Stadt Königswinter zum Beispiel gelungen, dass an der Bushaltestelle "Vünftzailplatz" bis spätestens Ende November das schon seit Jahren lang ersehnte Bushaltestellen-Wartehäuschen errichtet wird. Dies ist auch ein Beitrag für die Gesundheit aller Dorfbewohner, die künftig im Trockenen und windgeschützt auf den Bus warten können.
Wolfgang Stahl: Außerdem erfuhren wir, dass die Stadt in ihrem Haushaltsentwurf 2014 für einen Zebrastreifen am Ortsausgang nach Stieldorf hin finanzielle Mittel vorgesehen hat. Wir werten dies als wichtige Maßnahme für die Sicherheit der Bürger und insbesondere für die Schulkinder. Es bleibt jedoch abzuwarten, welchen konkreten Beschluss der Stadtrat Königswinter zum Haushalt 2014 treffen wird, um diese wichtige Sicherheitsmaßnahme rasch realisieren zu können.

Sind die Gräben nach dem großen Knatsch zugeschüttet?
Stahl: Die Querelen sind vergessen. Wir arbeiten auf die Zukunft hin mit frischem Schwung, ohne Altlasten und wollen auch die anderen Vereine einbinden. Wir kennen keine Alt- und Neubürger. Wir wollen alle mitnehmen.

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