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Bilanz der Ordnungsämter: Die Mainacht im Siebengebirge bleibt zumeist ruhig

Bilanz der Ordnungsämter : Die Mainacht im Siebengebirge bleibt zumeist ruhig

Die Ordnungsämter haben in der Nacht zum 1. Mai ihre Kontrollen intensiviert: Alkoholisierte Jugendliche bereiteten in Bad Honnef Ärger, in Königswinter entdeckten die Einsatzkräfte einen Wagen mitten auf dem Plateau des Drachenfels.

Intensive Kontrollen hatten Polizei und die Ordnungsämter der Städte Bad Honnef und Königswinter für die Nacht zum 1. Mai angekündigt. Ihr Fazit am Sonntag: Zum allergrößten Teil haben sich die Menschen im Siebengebirge an die Vorgaben gehalten, nur in wenigen Fällen mussten die Ordnungskräfte tätig werden. Dabei handelte es sich zumeist um Verstöße gegen das Kontaktverbot.

Im Sondereinsatz zwischen 18 und 2 Uhr nachts

Zwischen 18 und 2 Uhr seien insgesamt sechs Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Bad Honnef im Sondereinsatz gewesen, sagt Christoph Heck, Leiter des Bad Honnefer Ordnungsamtes. Dabei habe es einen engen Austausch mit der Leitstelle der Polizei in Bonn gegeben.

Während es in Sachen Maibaumstellen keinerlei Auffälligkeiten gab und auch die Ausgangssperre zum allergrößten Teil beachtet wurde, mussten die Mitarbeiter einige Male im Stadtgebiet wegen Verstößen gegen das Kontaktverbot tätig werden, so Heck. „Es waren Jugendliche dabei, die teilweise hochgradig betrunken waren“, so Heck. So etwa gegen 20 Uhr im Reitersdorfer Park, wo ein Trio offenkundig alkoholisiert unterwegs war.

Rund eine Stunde später stießen die Kontrolleure auf eine Gruppe von etwa zehn jungen Leuten, die auf dem Spielplatz auf der Insel Grafenwerth gleichfalls angetrunken die Mainacht feierten. Besonders ärgerlich, so Heck, war, dass die leeren Flaschen über den Spielplatz verteilt lagen und zum Teil zerbrochen waren.

Bußgeld beträgt 250 Euro pro Person

Eine Gruppe von etwa 20 Jugendlichen beschäftigte das Ordnungsamt nur kurze Zeit später an der Haltestelle Am Spitzenbach. „Die jungen Leute waren augenscheinlich ziemlich betrunken“, so Heck. „Bei sechs Beteiligten konnten wir die Personalien feststellen, der Rest hat sich aus dem Staub gemacht.“

Die Verstöße gegen das Kontaktverbot ziehen eine empfindliche Geldstrafe nach sich: 250 Euro pro Person sind in diesem Fall fällig. „Ich weiß, dass ist gerade für Jugendliche ein hoher Betrag“, sagt Heck. „Aber da kennt der Bußgeldkatalog keine Gnade.“ Lediglich ein oder zwei kleinere Verstöße haben die Mitarbeiter des Königswinterer Ordnungsamtes registriert. „Die Lage war insgesamt sehr entspannt und ohne größere Problerme “, sagt Leiter Nicolas Klein.

In besonderer Erinnerung dürfte die Mainacht gleichwohl einem jungen Mann bleiben, der in weiblicher Begleitung einen nächtlichen Ausflug auf den Drachenfels unternahm: „Er ist mit seinem Wagen bis hinauf auf das Plateau gefahren und stand mit dem Auto oberhalb der Stufen, wo die beiden den Ausblick nach Bad Honnef genossen“, so Klein. Die romantische Spritztour dürfte die beiden nun teuer zu stehen kommen.

Drei Fahrzeuge am Kloster Heisterbach abgeschleppt

Deutlich ruhiger als am letzten April-Wochenende sei es im Übrigen am Maifeiertag auch rund um das Kloster Heisterbach gewesen. Wie berichtet, hatte die Stadt Königswinter dort rund 40 Falschparker abgeschleppt. „Am 1. Mai hat es dort sechs Falschparker gegeben“, so der Chef des Königswinterer Ordnungsamts am Sonntag. Drei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.