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Grundstein ist gelegt: Die neue Rettungswache in Oberpleis wird ein Blickfang

Grundstein ist gelegt : Die neue Rettungswache in Oberpleis wird ein Blickfang

Am Freitag wurde die offizielle Grundsteinlegung für die neue Rettungswache in Oberpleis gefeiert. Wenn alles im Plan bleibt, können die Rettungskräfte ab Juni 2021 vom neuen Standort aus ausrücken.

Es geht voran mit dem Bau der neuen Rettungswache in Oberpleis: die Fundamente sind gegossen und am Freitag wurde die offizielle Grundsteinlegung gefeiert. Bürgermeister Peter Wirtz packte im Beisein von Architekt Rolf Koenigs und Landrat Sebastian Schuster die obligatorischen Cent-Stücke, eine Tageszeitung sowie die Urkunde zur Grundsteinlegung in eine metallene Zeitkapsel, die dann sorgfältig einzementiert wurde. Bleibt alles beim Plan, sollen die Rettungskräfte ab Juni 2021 von dem neuen Standort am Tankstellenkreisel zu Einsätzen im Bergbereich von Bad Honnef und Königswinter ausrücken – und das rund 4000-mal im Jahr.

„Das wird eine Rettungswache, die einen etwas längeren Geburtsvorgang hatte“, sagte Wirtz. Gelegen habe das allerdings nicht etwa an der Finanzierung, vielmehr entpuppte sich der Anschluss der Wache direkt an den Kreisverkehr als problematisch. Damit beim Ausrücken keine lebenswichtige Zeit verloren geht, wird der Kreisel für die Rettungsfahrzeuge künftig im Alarmfall durch eine Rotlichtschaltung freigehalten.

Wirtz ist zuversichtlich, dass nicht nur die vorgesehene Bauzeit von knapp zwölf Monaten eingehalten werden kann, „es sieht so aus, als würden wir auch im Budget bleiben.“ Die Baukosten sind mit insgesamt 3,4 Millionen Euro veranschlagt, sie werden zunächst von der Stadt Königswinter als Träger des Rettungsdienstes bezahlt.

Große Bau direkt neben dem Bauhof in Oberpleis

Mit einer Grundfläche von knapp 1200 Quadratmetern ist es kein kleines Bauwerk, das auf dem Areal neben dem städtischen Bauhof entsteht: Die Fahrzeughalle im eingeschossigen Teil des Gebäudes bietet Stellplätze für insgesamt fünf Fahrzeuge, außerdem gibt es eine Wasch- und Desinfektionshalle. Im angegliederten zweigeschossigen Wachgebäude entstehen ein Aufenthaltsraum sowie Umkleide- und Sanitärräume, im Obergeschoss zusätzlich Schlaf- und Ausbildungsräume sowie Büros. Zur Wärmedämmung erhält das Gebäude eine Ziegelfassade. „Mir persönlich sagt die Optik sehr zu. Das wird ein Blickfang hier am Kreisel sein“, so Wirtz.

Frank Ruppert, Leiter des städtischen Rettungsdienstes, freut sich, im kommenden Jahr mit seiner Mannschaft in das neue Gebäude einziehen zu können.

Insgesamt zählt der Rettungsdienst 70 Mitarbeiter, die in einem rotierenden System im Einsatz sind. Jeweils 20 werden im Regelbetrieb in Oberpleis stationiert sein. „Wir sind sehr froh, dann im Bergbereich gemeinsam untergebracht zu sein und nicht mehr, wie bislang, an zwei Standorten in Ittenbach und Ruttscheid.“ Das erspare auch so manche Hin- und Herfahrerei. Zumal am neuen Standort auch „in die Zukunft gebaut wird“: „Der Bergbereich wächst ja nach wie vor. Wir haben bei dem Neubau Vorsorge getroffen, dass eine Erweiterung möglich ist“, so Ruppert.

Ein Stück Wertschätzung für die Rettungskräfte

Rund 4000-mal im Jahr rückt der Rettungsdienst im Bergbereich zu Einsätzen aus – und kann dabei viele Leben retten. „Zurzeit bekommen wir fast jede Woche teils sehr rührende Dankesschreiben“, berichtet Dezernentin Heike Jüngling. Diese würden sich sowohl auf die gute Behandlung als auch auf das schnelle Eintreffen vor Ort beziehen. „Unser städtischer Rettungsdienst ist ein echter Gewinn. Alles was wir hier investieren, investieren wir in die Lebensqualität aller Menschen.“

Dass die Mitarbeiter künftig in einen gut ausgestatteten Neubau ziehen können, sei auch ein Stück Wertschätzung. Als nächstes Projekt ist nach Aussagen Jünglings nun die Rettungswache Altstadt an der Reihe, wo ebenfalls Handlungsbedarf besteht.