Nach dem Unwetter Die Schadensliste in Königswinter wächst

KÖNIGSWINTER · Erst nach und nach wird das ganze Ausmaß der Schäden in Königswinter nach dem Unwetter am vergangenen Donnerstag offensichtlich. Am Montag legte die Verwaltung dem Haupt- und Finanzausschuss eine erste Schadensliste vor, allerdings "ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit" zu erheben.

 Erdrutsche versperren den Weg im Nachtigallental.

Erdrutsche versperren den Weg im Nachtigallental.

Foto: Frank Homann

Laut Verwaltung fielen am vergangenen Donnerstag in einer Stunde rund 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Wie es mit der Sporthalle am CJD weitergeht, ist noch unklar, unter Umständen muss der Boden ausgetauscht werden. Wie lange die Halle nicht zur Verfügung steht, ist nicht abzusehen.

Während das Nachtigallental, wie berichtet, für Wanderer gesperrt ist, kann Schloss Drachenburg trotz erheblicher Schäden in der Vorburg sowie im Park besucht werden. Ebenfalls gesperrt ist die Bachstraße im unteren Teil zwischen Cäsariusstraße und der Brücke über die B 42. Dort wurde die Straßendecke durch eine Unterspülung auf einer Länge von 30 Metern angehoben. Die Sanierungsarbeiten sind laut Stadt bereits veranlasst worden.

"Wir sind noch bei der Schadensfeststellung", so Joachim Odenthal, Geschäftsführer von Schloss Drachenburg. Bereits vor zwei Wochen wurde die Technik bei einem Blitzschlag in Mitleidenschaft gezogen, nun hat das Unwetter das Untergeschoss der Vorburg unter Wasser gesetzt und die Wege im Park zerstört.

"Wir rechnen mit einem Schaden von mehreren hunderttausend Euro", so Odenthal. Betroffen sind auch die EDV und die Belüftungsanlagen. Der Hauptweg zwischen Vorburg und Schloss wurde abgestreut, "so dass man eigentlich nichts sieht". Andere Wege sind noch gesperrt. Da man um eine grundlegende Erneuerung der Wege nicht herumkomme, sollen diese zunächst provisorisch repariert werden; im Herbst werden dann die Bagger anrollen.

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