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Ehrungen für engagierte Bockerother: Ein halbes Jahrhundert aktiv für das Dorf

Ehrungen für engagierte Bockerother : Ein halbes Jahrhundert aktiv für das Dorf

Gründe zu feiern haben die Bockerother in diesem Jahr reichlich. Unter anderem besteht die Bürgergemeinschaft seit 50 Jahren - und ehrte jetzt ihre noch lebenden Gründungsmitglieder.

Es war eine in mehrfacher Hinsicht besondere Jahreshauptversammlung – an einem besonderen Ort, in einem besonderen Jahr, mit besonderen Gästen. In einem besonderen Jahr, da die Bürgergemeinschaft Bockeroth zurzeit ihr 50. Jubiläum feiert, an einem besonderen Ort, weil die Bockerother als allererster Verein den neuen Gemeindesaal der evangelischen Kirche Stieldorf für ihre Versammlung nutzen durften.

Und mit besonderen Gästen, da zur Jubiläumsversammlung auch alle 13 noch lebenden Gründungsmitglieder beziehungsweise deren Ehepartner eingeladen waren.

Insgesamt acht davon waren erschienen und freuten sich, gemeinsam mit dem Vorstand auf den runden Vereinsgeburtstag anstoßen zu können: Christine Lehmacher, Ria Wicharz, Helmut Walterscheid, Josef Wilbertz, Johannes Wicharz, Wolfgang Kiwitt, Gerda Barion und Johannes Hochstätter. Letzterer war auch von 1971 bis 1979 erster Vorsitzer der Bürgergemeinschaft, ist heute Ehrenvorsitzender und mit seinen 94 Jahren ältester Mann im Ort.

Bürgermeister überbringt Glückwünsche

Seine Glückwünsche zum Vereinsjubiläum überbrachte auch Bürgermeister Lutz Wagner. Bockeroth könne stolz darauf sein, so eine engagierte und lebhafte Bürgergemeinschaft zu besitzen, betonte er: „Das können sich andere zum Vorbild nehmen.“

Dass die Veranstaltungen – ob es nun die Jahreshauptversammlung oder das Bier am Milchbock ist – immer gut besucht sind, sei auch ein Indikator dafür, „dass in Bockeroth vieles stimmt und es hier richtig gut läuft“.

Und damit das auch so bleibt, hatte der Bürgermeister eine gute Nachricht für die Bockerother im Gepäck: Er werde sich dafür einsetzen, dass das Feuerwehrwehrhaus künftig für Sitzungen und Versammlungen der Ortsvereine genutzt werden kann, versprach Wagner.

Bei ersten Gesprächen mit der Feuerwehrleitung und der Feuerwehrverwaltung sei er diesbezüglich auf offene Ohren gestoßen. Nun soll im September ein Gespräch mit allen Beteiligten stattfinden, um die Möglichkeiten einer Nutzung auszuloten und entsprechende Regeln festzulegen. „Es geht darum, gemeinsam mit der Feuerwehr eine gute Lösung zu finden“, so Wagner.

Kein Versammlungsraum mehr im Ort

Seit der Schließung der Gaststätte „Op de Hüh“ gibt es im ganzen Dorf keinen Versammlungsraum mehr und die Vereine müssen auf Räumlichkeiten in anderen Orten ausweichen. „Das ist daher für uns eine sehr frohe Botschaft“, freute sich Holger Willcke, Vorsitzender des an diesem Abend neu- beziehungsweise wiedergewählten Vereinsvorstands.

Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstands gab es nur bei den Beisitzern: für Bianca Lemke und Wolfgang Strumpf, die aus dem Vorstand ausgeschieden sind, rückten die Brüder Carsten und Christoph Thaysen nach.

Vorsitzender Willcke, der bereits seit 20 Jahren das Runder in der Hand hält, wird weiterhin die Geschicke des Vereins leiten, ebenso Susanne Knöß als zweite Vorsitzende, Wolfgang Thaysen als Schriftführer und Klaus Wiesehügel als Kassierer.

Programm trotz Pandemie

Willcke zeigte sich zuversichtlich, dass trotz Pandemie wieder Veranstaltungen stattfinden können. So möchte die Bürgergemeinschaft für Freitag, 24. September, abermals zum „Bier am Milchbock“ einladen, und für Sonntag, 26. September, ist die Jahreswanderung geplant.

Los geht es um 11 Uhr vom Spielplatz in Bockeroth aus, vorgesehen ist auch ein gemeinsamer Abschluss auf dem Dorfplatz. Für die jüngsten Dorfbewohner ist in Kooperation mit dem HSV Bockeroth noch ein Kinder- und Jugendtag in Planung.