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Königswinterer Rettungsdienst: Eine neue Wache und ein neuer Wagen

Königswinterer Rettungsdienst : Eine neue Wache und ein neuer Wagen

Sie ist nur ein Provisorium, die neue Rettungswache im Gewerbegebiet Ruttscheid. Da die Einsatzzahlen in der Notfallrettung in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen sind, war die Stadt Königswinter jedoch zum Handeln gezwungen.

Bürgermeister Peter Wirtz und Dezernentin Heike Jüngling nahmen die neue Unterkunft und den neuen Rettungswagen in Ruttscheid jetzt in Augenschein. Dabei ist der schmucke neue RTW mit dem amtlichen Kennzeichen SU-RD-6833 alles andere als ein Provisorium. Auf den Sprinter 519 CDI sind Wachleiter Frank Ruppert und sein Stellvertreter Dietmar Bergmann sichtlich stolz. Suboptimal sei nur die Ausfahrt aus dem Gewerbegebiet auf die stark befahrene L 331. "Hier wäre eine direkte Ausfahrt sicher von Vorteil", sagt Bergmann. Zum Glück gibt es Blaulicht und Martinshorn.

"Wenn man einen Unfall hat oder krank wird, sollte man sich Königswinter aussuchen", zeigte sich Bürgermeister Peter Wirtz mit der Entwicklung des städtischen Rettungsdienstes zufrieden. Demnächst wird die Politik darüber zu entscheiden haben, ob die Stadt auch den Krankentransport und die so genannte Spitzenabdeckung komplett in Eigenregie übernimmt. Bisher kamen schon die beiden Rettungswagen und das Notarztfahrzeug auf rund 5000 Einsatzfahrten pro Jahr. Diese Zahl wird künftig deutlich steigen.

Der Rhein-Sieg-Kreis hatte bei der Fortschreibung des Rettungsbedarfsplans festgestellt, dass zur Sicherstellung der Notfallversorgung der Menschen im Siebengebirge zwei zusätzliche Rettungswagen erforderlich sind. Bisher hatte der auch für Bad Honnef zuständige Königswinterer Rettungsdienst ein Notarztfahrzeug mit Standort am Honnefer Krankenhaus oder an der Rettungswache in der Altstadt und je einen Rettungswagen an den Standorten Altstadt und Ittenbach (Wehrstraße) betrieben. Alle Fahrzeuge sind rund um die Uhr besetzt.

Jetzt stehen für die Notfallrettung zwei weitere Rettungswagen von 7 bis 19 Uhr bereit. Dazu wurde der Wagen mit dem Funkrufnamen "Königswinter RTW 4" an der Eduard-Rhein-Straße in Ruttscheid stationiert. Außerdem wird das Mischfahrzeug mit dem Funkrufnamen "Honnef RTW 1" in der Wache des Deutschen Roten Kreuz (DRK) an der Bergstraße in Bad Honnef mitgenutzt. Seine Einsatzzeiten wurden von der Nacht auf den Tag ausgeweitet. Auch das DRK-Gebäude an der Bergstraße wird seit dem 1. September vom Königswinterer Rettungsdienst mitgenutzt.

Da an der Wehrstraße in Ittenbach wegen des begrenzten Platzes kein zweiter Rettungswagen stationiert werden konnte, musste bis zur Realisierung einer dauerhaften Bleibe ein Provisorium gefunden werden. Dabei stellte sich die Anmietung der leer stehenden Halle im Gewerbegebiet Ruttscheid als wirtschaftlichste Lösung heraus. Außer durch den Rettungsdienst wird das Gebäude auch als Lager für die Feuerwehr genutzt. Dazu kommen ein Aufenthaltsraum, eine Küche und sanitäre Einrichtungen.