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Teckelschau im Haus Schlesien: "Einmal Dackel, immer Dackel"

Teckelschau im Haus Schlesien : "Einmal Dackel, immer Dackel"

Sie sind kompakt, haben kurze Beine, unterschiedliche Fellvariationen und verfügen über ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein - Teckel, auch Dackel genannt. Am Sonntag konnte man viele von ihnen bewundern. Die Gruppe Siegburg des Deutschen Teckelklubs 1888 e.V. hatte zu ihrer 18. Zuchtschau ins Haus Schlesien nach Heisterbacherrott geladen.

Beurteilt wurden Teckel aller Größen und Haararten, egal, ob Langhaar-, Kurzhaar- oder Rauhaardackel. Dieter Schlöder aus Essen bewertete in diesem Jahr die Vierbeiner. "Klein, aber trotzdem ganz groß", so beschreibt Sabine Hiltrop ihre Lieblingshunderasse. Mit ihrer neun Monate alten Hündin "Josie" nahm sie an der Zuchtschau teil. "Dackel sind mein Hobby. Ich liebe sie einfach", sagt sie.

Mit Josie war Hiltrop bereits zum vierten Mal bei einer Zuchtschau dabei und hat dabei ein konkretes Ziel vor Augen: "Ich möchte mir einen Kindheitstraum erfüllen und selbst Teckel züchten." Bis es soweit ist, wird sich Hiltrop jedoch noch etwas gedulden müssen. Erst wenn Josie zwei Jahre alt ist, will sie mit der Zucht beginnen. "Ich möchte Josie noch etwas Zeit lassen", sagt Hiltrop und räumt zugleich mit einem gängigen Klischee auf: "Es ist Quatsch, dass sich Teckel nur schwer erziehen lassen. Es kommt immer auf die Art und Weise an, wie man einen Hund ausbildet."

Auch die Zwergrauhaar-Dackelhündin Jule wurde am Sonntag begutachtet. Ihrem Frauchen Sonja Fischer ging es bei der Teilnahme jedoch nicht um den Gewinn eines Preises. "Ich wollte einfach dabei sein", sagt sie. Vor Jule hatte sie bereits drei andere Dackel. "Mir gefällt einfach die ganze Art dieser Hunde. Ich wollte nie einen anderen haben", sagt Fischer. Das bestätigt auch Sabine Hiltrop: "Einmal Dackel, immer Dackel."

Elena Walter konnte mit ihrer zwei Jahre alten Hündin nicht an der Zuchtschau teilnehmen. Ihr Dackel hat keine Papiere - die sind aber für eine Teilnahme an einer Zuchtschau Voraussetzung. "Ich schaue einfach zu und sehe mir in Ruhe die anderen Hunde an."

Gisela Gödtner, erste Vorsitzende der Siegburger Teckelgruppe, zog am Ende der Zuchtschau eine positive Bilanz: "Ich bin sehr zufrieden und mit insgesamt 40 Hunden hatten wir in diesem Jahr sehr viele Teilnehmer. Das freut mich".

Neben den Hundebesitzern, die ihre Vierbeiner durch die Schauen an die Züchtung heranführen, nahmen auch "Liebhaber" teil. "Das sind Hundebesitzer, die einfach Spaß daran haben, mitzumachen und sich am Ende über eine Urkunde, eine Hundedecke und Leckerlis freuen", so Gödtner. Für den Tagessieger in der jeweiligen Klasse gab es in Heisterbacherrott am Sonntag zudem einen Pokal.

In diesem Jahr gab es auch noch eine ganz besondere Überraschung, von der Gisela Gödtner selbst nichts ahnte. Eine Nachzuchtgruppe von 15 Kurzhaardackeln wurde vorgestellt, die alle denselben Stammbaum aufweisen. "Das ist schon was Besonderes. Toll, dass all diese Hundebesitzer den Weg zu uns gefunden und gemeinsam diese Vorführung organisiert haben", sagte die Vorsitzende. "Das war wirklich eine Überraschung."