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Wehrleute in Königswinter: Feuerwehr zeichnet langjährige Mitglieder aus

Wehrleute in Königswinter : Feuerwehr zeichnet langjährige Mitglieder aus

Die Freiwillige Feuerwehr Königswinter zeichnet langjährige Mitglieder aus - und erstmals im gesamten Rhein-Sieg-Kreis wurde mit Anno Klant ein Feuerwehrmann für 50 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet.

Der Dienst am Nächsten spielt im Leben von acht Menschen aus Königswinter eine besondere Rolle. Sie rücken aus, wenn’s brennt – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Und das nicht erst seit gestern, sondern seit Jahrzehnten. Am Samstag wurden diese acht verdienten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter für ihr langjähriges, ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

In einer Feierstunde in der Hirschburg erhielten Peter Müller (Löschzug Oelberg), Nathalie und Ingo Rosanka (Löschzug Ittenbach) und Holger Dick (Löschzug Ittenbach) das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25-jährigen Wehrdienst. Axel Bender (Löschzug Altstadt), Siegfried Eitel (Altstadt) und Thomas Klingmüller (Ittenbach) nahmen aus Händen von Bürgermeister Peter Wirtz und Stadtbrandinspektor Michael Bungarz sogar das goldene Ehrenzeichen für 35 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr entgegen.

Laufbahnverordnung geändert

Dann gab es noch eine besondere Premiere: Erstmals im gesamten Rhein-Sieg-Kreis wurde ein Feuerwehrmann für 50 Jahre aktiven Dienst mit dem Ehrenzeichen in Gold mit Kranz ausgezeichnet. Anno Klant vom Löschzug Altstadt wurde diese Ehrung zuteil. Möglich wurde dies durch eine Änderung der Laufbahnverordnung, nach der Wehrleute nun auch nach Vollendung des 60. Lebensjahres in der aktiven Wehr bis zum Renteneintrittsalter von 67 Jahren Dienst leisten können.

Eine Regelung, die Wirtz ausdrücklich begrüßte: „Es war eine Schande, dass der Erfahrungsschatz und die Menschenkenntnis langjähriger Kameraden mit Erreichen des 60. Lebensjahres einfach abgeschnitten wurde.“ Wirtz dankte den Wehrleuten für ihre vorbildliche Arbeit und ihre Ausdauer. Allein 2018 wurde die Feuerwehr schon 480 Mal alarmiert – 100 Mal mehr als im Vorjahr. Die Kameraden mussten dabei zu 84 Löscheinsätzen ausrücken, wobei viele Brände auch durch die große Trockenheit bedingt waren. 262 Mal wurde technische Hilfe geleistet, 69 Mal rückten die Wehrleute aus, um den Rettungdienst zu unterstützen. „Sie haben sehr, sehr viel für unsere Stadt geleistet“, betonte der Bürgermeister. „Sie haben Menschen in der Not geholfen und dabei auch Leben gerettet.“

Technik auf dem neuesten Stand

Auch Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg war gekommen, um persönlich zu gratulieren. Er freute sich zu hören, dass sich unter den Geehrten mit Nathalie und Ingo Rosanka ein Ehepaar befindet: „Das zeigt doch, dass wir uns mit unserer Feuerwehr nicht irgendwo im Kosmos befinden, sondern mitten in der Gesellschaft.“ Engstenberg hob hervor, dass die Königswinterer Wehr nicht nur eine der größten im Kreis sei, sondern auch eine, „die sich ständig weiterentwickelt“. So entspreche der Fahrzeugpark dem aktuellen Stand der Technik; es werde in Ausrüstung und neue Gebäude investiert.

Bungarz dankte auch den Mitarbeitern der Verwaltung, allen voran dem neuen Leiter des Ordnungsamtes Nicolas Klein sowie Servicebereichsleiter Bruno Lemke für die „super Zusammenarbeit“. Weiterhin galt sein Dank nicht nur den Geehrten und deren Familien, sondern allen, die sich in der Feuerwehr ehrenamtlich engagieren: „Die langjährigen Mitgliedszeiten sind Beweis dafür, dass es immer noch die Bereitschaft zum Dienst am Nächsten gibt.“