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Viereinhalb Stellen werden ausgeschrieben: Flüchtlinge: Stadt stellt Mitarbeiter ein

Viereinhalb Stellen werden ausgeschrieben : Flüchtlinge: Stadt stellt Mitarbeiter ein

Der Stadtrat hat einstimmig der Schaffung von zusätzlichen viereinhalb Stellen im Geschäftsbereich Soziales und Generationen zugestimmt, die alle im Zusammenhang mit den Flüchtlingen stehen.

Die Stellen sollen wegen der besonderen Dringlichkeit sofort ausgeschrieben werden. Dazu gehören zwei neue Stellen für die Bewilligung von Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz, eine neue Sozialarbeiterstelle, eine Stelle im Bereich Sozialgesetzbuch (SGB) XII und eine halbe Stelle in der Verwaltung der städtischen Übergangsheime für Asylbewerber und Obdachlosenunterkünfte.

Geplänkel der Fraktionen

Die Königswinterer Wählerinitiative (Köwi) hätte gerne eine Stelle gesehen, die die öffentlichen und privaten Hilfs- und Betreuungsangebote für die Flüchtlinge koordiniert. Bereits im September hatte die Fraktion einen entsprechenden Antrag vorgelegt.

Die Stelle sollte direkt Sozialdezernentin Heike Jüngling unterstellt werden. "Vieles läuft parallel und wirkt noch unkoordiniert", sagte Fraktionschef Lutz Wagner im Stadtrat. Davon habe er sich selbst überzeugen können. Er wollte wissen, wie die Hilfen künftig koordiniert werden sollen, wenn die Stelle nicht ausgeschrieben würde.

Bürgermeister Peter Wirtz räumte ein, dass der Koordinierungsaufwand enorm sei, weshalb man auch einen Runden Tisch als oberste Stelle eingerichtet habe. Die Verwaltung sei unter Berücksichtigung des neuen Personals um eine professionelle Begleitung des Ehrenamts bemüht. "Wir wollen zunächst versuchen, es aus dem eigenen Bestand zu schaffen", sagte er.

CDU-Fraktionschef Josef Griese wies mit einem Seitenhieb auf die Köwis auf die Eigenverantwortung der Verwaltung hin. "Wenn sie einen Bedarf sehen würde, hätte sie die Stelle angemeldet." Lutz Wagner konterte: "Wir haben oft gehört, dass Koordinierungsbedarf besteht. Da ist es nicht nur legitim, sondern sogar notwendig, dass wir solche Fragen stellen."