Freiwilliger Einsatz im Ausland Wie eine ehemalige Grundschullehrerin in Thailand eine neue Berufung fand

Region · Mit Mitte 50 ist Nicole Maas aus Königswinter-Niederdollendorf für sechs Wochen als Volunteer nach Thailand gegangen, um an einer Schule Flüchtlingskinder aus Myanmar zu unterrichten. Was dieser Einsatz bei ihr bewirkt hat und warum sie glaubt, dass es für ähnliche Einsätze gerade für ältere Freiwillige in der Region Bonn-Rhein-Sieg noch viel Potenzial gibt.

Nicole Maas mit ihrer Schulklasse, die sie in der Freiwilligenzeit in Thailand unterrichtete.

Nicole Maas mit ihrer Schulklasse, die sie in der Freiwilligenzeit in Thailand unterrichtete.

Foto: privat

Ein Schulprojekt für Straßenkinder auf den Philippinen, Bäume pflanzen in Ecuador oder Arbeit mit behinderten Menschen in Tansania – es gibt für junge Menschen viele Möglichkeiten, sich im Rahmen von Freiwilligenarbeit in sozialen, ökologischen oder kulturellen Projekten im Ausland zu engagieren. Mit Mitte 50 wird es da schon schwieriger. Nicole Maas weiß, ein Lied davon zu singen: Die 56-Jährige aus Niederdollendorf, die „für ihr Leben gerne reist“ und schon viel von der Welt gesehen hat, hat lange nach einer Möglichkeit gesucht, sich als Volunteer zu betätigen. „Aber für mein Alter habe ich leider keine offiziellen Austausch- oder Freiwilligenprogramme oder Datenbanken mit Angeboten gefunden, die vergleichbar mit denen für junge Leute bis 27 oder 30 Jahre sind“, berichtet die frühpensionierte Grundschullehrerin. Wenn Ältere gesucht würden, dann seien zumeist spezielle Fachleute oder Experten gefragt.