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Haus Bachem in Königswinter: 18 Künstler zeigen Werke zur Mythologie

Ausstellung im Haus Bachem : 18 Künstler zeigen in Königswinter Werke zur Mythologie

Mythologie ist das Thema einer Ausstellung im Haus Bachem in Königswinter. Zu sehen sind Bilder, Plastiken, Skulpturen und Installationen.

18 Künstler – ein Thema. Unter dem Motto „Mythologie“ hat die Gemeinschaft Königswinterer Künstler (GKK) im Haus Bachem eine Ausstellung eröffnet. Spannend ist, was den Akteuren zu dem Thema eingefallen ist.

GKK-Vorsitzende Barbara Baltes stimmte vor vielen kunsthungrigen Besuchern auf die Schau ein: „Mythen finden sich auf der ganzen Welt. Auch um unsere Heimat ranken sich viele Mythen.“ Ob die von Held Siegfried und dem Drachen, die vom Rheingold oder zur Entstehung des Siebengebirges. Mythen würden stets als Tatsachen weitergegeben. „Sehr oft werden Bilder verwendet, die vom kollektiven Unbewussten zeugen oder Archetypen veranschaulichen. Mythen stehen von jeher als Ausdruck in der Kunst – ob in der Musik, im Tanz oder in der Bildenden Kunst. Diese Ausstellung spannt den Bogen zwischen alten Mythen und modernen, zwischen weit entfernten und naheliegenden“, betonte Baltes.

Werk zur Sagenwelt des Siebengebirges

Die Vielfalt – mit Bildern, Plastiken, Skulpturen und Installationen wurden Mythen aus aller Welt in Szene gesetzt – beeindruckte bei der Eröffnung das Publikum, das außerdem musikalisch von Klarinettist Hans-Joachim Mohrmann und Pianistin Anna Karapetyan eingestimmt wurde.

Barbara Baltes hatte zur Sagenwelt des Siebengebirges passend ein Boot, 130 Zentimeter lang und 100 hoch, aus einem Rheinfundstück gebaut – als Zeichen für den Aufbruch zu neuen Ufern. Der aus dem Rhein gefischte Ast war 15 Zentimeter dick, sie hatte ihn mit Sandpapier bearbeitet. Aus Leder war das Segel. Specksteintrümmer am Heck imitierten das grün schimmernde Wasser, am Bug festgeklebte, klar lackierte Rheinkiesel glitzerten wie die Gischt beim Fahren.

Künstler thematisieren Flutkatastrophe an der Ahr

Wie werden in 100 oder 200 Jahren die Erzählungen über die Flutkatastrophe an der Ahr klingen? Das Künstlerehepaar Hans Joachim und Marlene Peters hatte sich dem Thema gewidmet. Hans Joachim Peters schuf ein Bild mit einer Ansammlung von Trümmern im Ahrtal. Seine Frau Marlene stellte dem ein Aquarell in pastelligen Farben gegenüber, das Zuversicht ausstrahlte.

Interessant ist auch die Arbeit von Sylvana Poll, die vier Pflanzen, die der Fruchtbarkeitsgöttin Freya zugeordnet sind, auf Schildchen gemalt hatte – etwa das Gänseblümchen. Um die griechische Mythologie hatte sich Gisela Thielmann gekümmert – sie steuerte Sirene und Zirze in Bronze bei.

Berg aus Knetbeton

Um den Schöpfungsmythos ging es bei der Installation von Johanna Below da Cunha – sie hatte aus Knetbeton einen Berg gebaut, und auf der Spitze in echtes Moos Eierschalen gebettet. Der chinesischen Mythologie widmete sich Hong Tang-Knoben mit einem ästhetischen Acrylbild mit den Schriftzeichen „Wu“ und „Zhi“ für „Weiß nichts 1 und 2“. Und Annelore Broscheid gefiel mit einer Collage aus Emaille mit Kupfer und Acryl – hier standen der römische Kriegsgott Mars und Pax als Personifikation des Friedens gegenüber.

Und noch viel mehr tolle Kunst ist zu sehen von: Li Mascha Bosselmann, Theo Dietz, Manfred Hohmann, Elizabetha Karlstetter, Julia Kovacs, Bianca Malguth, Gisela Seggewiss, Christa Segreff, Karin Staude und Anna Willkomm.