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Konzert auf dem Petersberg in Königswinter: Hochkarätiger Musikgenuss mit Mozart und Beethoven

Konzert auf dem Petersberg in Königswinter : Hochkarätiger Musikgenuss mit Mozart und Beethoven

Für sein erstes Konzert nach langer Corona-Pause hatte das Orchester Sinfonia Könígswinter drei besondere Werke der Musikliteratur ausgewählt.

„Nun sind wir wieder zusammen! Sie, das Publikum, und wir, das Orchester“. Die Freude über das erste Konzert nach langer Corona-Pause stand Alexander Dauth, dem Vorsitzenden des Orchesters Sinfonia Königswinter, und seinen Mitmusikern und Musikerinnen regelrecht ins Gesicht geschrieben.

Den Zuhörern in der Rotunde des Grandhotels auf dem Petersberg schien es nicht viel anders zu gehen: Schon bevor die ersten Töne erklangen, lag eine erwartungsvolle Spannung in der Luft, die Vorfreude war geradezu spürbar. Das Matinee-Konzert war ausverkauft - allzu lange hatte man auf darauf warten müssen, das hochkarätige Orchester aus Königswinter unter Leitung von Professor André Sebald wieder „live“ hören zu können

Drei besondere Werke der Musikliteratur

Der langjährige Dirigent ist erst vor drei Monaten mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden, unter anderem auch für seine Arbeit mit Orchestern wie der Sinfonia Königswinter.

Als „Wiedersehensgeschenk“ hatte die Sinfonia drei ganz besondere Werke der Musikliteratur ausgewählt: Zum einen Beethovens Ouvertüre zu Heinrich von Collins Trauerspiel „Coriolan“ – ein Stück, in dem der Komponist den inneren Widerstreit der Gefühle des enttäuschten römischen Helden Coriolan eindrucksvoll und für die Zuhörer geradezu mitfühlbar auf musikalische Art und Weise zum Ausdruck bringt, bis hin zu den letzten Tönen seines Herzschlags.

Schwanken zwischen Heiterkeit und Schwermut

Zum anderen die „Prager Symphonie“ von Wolfgang Amadeus Mozart – ebenfalls eine Art Wechselbad der Gefühle, da sie zwischen den beiden Tonarten Moll und Dur, zwischen Heiterkeit und Schwermut, schwankt. Absoluter Höhepunkt nach der Pause war Beethovens anspruchsvolles Konzert in D-Dur für Violine und Orchester.

Ein Werk, das einen tiefen Bezug zur unglücklichen Liebe des Komponisten zu Baronin Josephine Deym hat, und in der Rotunde ganz wunderbar und mit unendlich viel Leidenschaft und Können vom Sinfonia-Orchester virtuos interpretiert wurde.

Solist Jordan Ofiesh, stellvertretender Konzertmeister des Gürzenich-Orchesters und dem Königswinterer Publikum bereits durch Gastauftritte wohlbekannt, brillierte als Solist, in dem er mit seiner Geige die innere Welt Beethovens musikalisch „hörbar“ machte.