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Dreharbeiten zu „Bares für Rares“ in Königswinter: Horst Lichter erneut auf Schloss Drachenburg

Dreharbeiten zu „Bares für Rares“ in Königswinter : Horst Lichter erneut auf Schloss Drachenburg

Die Trödel-Show „Bares für Rares“ macht wieder im Siebengebirge auf Schloss Drachenburg Station. Aufgrund der Corona-Pandemie kommen mehr als 100.000 Besucher weniger auf das Schloss.

Horst Lichter ist wieder da. Aufgrund von Dreharbeiten für die ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ kommt es vom Mittwoch, 30. September, bis zum 13. Oktober zu Einschränkungen bei der Besichtigung von Schloss und Park Drachenburg.

Am Mittwoch bis Freitag finden Aufbauarbeiten statt. Das Museum bleibt an diesen Tagen geschlossen. Am Wochenende 3. und 4. Oktober ist das Gelände wie gewohnt von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Von Montag, 5. Oktober, bis Montag, 12. Oktober, bleiben Schloss und Park geschlossen. Der Abbau des Sets ist am 13. Oktober geplant. Hierbei ist die Schlossbesichtigung möglich.

Dreharbeiten für „Oktoberfest 1900“

Zuletzt hatten Dreharbeiten für die Show im Juni auf Schloss Drachenburg stattgefunden. Am 15. Mai war bereits die 1000. Folge mit Moderator Horst Lichter im Fernsehen gelaufen. Das Format gibt es seit August 2013. Seit Dezember 2015 ist es durchgängig an allen Werktagen zu sehen. Die Einschaltquote: liegt bei bis zu drei Millionen Zuschauer. Die Abendausgaben verfolgen durchschnittlich sogar mehr als fünf Millionen Zuschauer.

Erst in diesem Monat war Schloss Drachenburg in dem ARD-Dreiteiler „Oktoberfest 1900“ im Fernsehen zu sehen. Die Dreharbeiten im Sommer 2019 hatten rund zwei Wochen gedauert. Die Einnahmen aus den Dreharbeiten für ganz unterschiedliche Formate – auf dem Schloss wurde auch für die Kultserie „Babylon Berlin“ gedreht, sind in diesem Jahr umso wichtiger, weil Corona-bedingt weit weniger Gäste im Schloss empfangen werden.

„Wir rechnen mit 140.000 bis 150.000 Besuchern in diesem Jahr nach der Rekordzahl von 260.000 Besuchern im Jahr 2019“, sagt Joachim Odenthal, Geschäftsführer der Schloss Drachenburg gGmbH. Allein durch die Absage der „Einzigartigen Weihnachtszeit“ im Dezember würden rund 60.000 Besucher fehlen. Zudem hätten allein 1700 Führungen abgesagt oder auf das kommende Jahr verschoben werden müssen. „Wir fangen jetzt wieder mit kleinen Führungen mit acht bis zehn Personen an“, so Odenthal.

Keine Gäste aus dem Ausland

Komplett weggebrochen seien die Gäste aus dem Ausland oder die Teilnehmer an Flusskreuzfahrten auf dem Rhein. Dagegen habe die Zahl der Individualbesucher im Juli sogar zugenommen. Auch die anderen Monate nach der Wiedereröffnung Mitte Mai seien zufriedenstellend verlaufen. Als Ausgleich zur Einzigartigen Weihnachtszeit soll es an den Adventswochenenden ein großbürgerliches Weihnachtsfest im Stil jener Zeit, in der das Schloss erbaut wurde, mit maximal 1000 Gästen pro Tag geben. Auch eine Neuauflage des Schlossleuchtens an den Wochenenden zwischen Ende Januar und Ende Februar ist geplant.

Zufrieden ist Odenthal mit dem Zulauf zum neuen Besucherzentrum auf dem Petersberg, für dessen Betrieb die Schloss Drachenburg gGmbH zuständig ist. Seit dem 3. September wurden 600 Besucher gezählt, die sich bis zu einer Stunde in der Aufstellung aufhielten.