Kommentar Hürdenlauf statt Sprint

Die Chemie zwischen dem Projektentwickler des FOC und der Stadt scheint nicht zu stimmen. Die kritische Vorlage der Verwaltung für die heutige Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses und die Replik des Unternehmers zeigen, dass man sich auch in der Öffentlichkeit nicht mehr scheut, gegensätzliche Positionen zu vertreten und über das Verhalten der anderen Seite irritiert zu sein.

Aufgabe der Verwaltung ist es, der Politik eine möglichst breite Palette von Informationen vorzulegen, um über den Fortgang oder den Stopp des Projekts entscheiden zu können. Das hat sie getan, doch sie hat in verschiedenen Punkten auch ungewöhnlich deutlich gewertet. Sie hat den Weg zum FOC als strapaziösen Hürdenlauf dargestellt. Sie hat von einer Brücke über die Bahn, die der Investor gerne hätte, abgeraten. Und sie hat die Konkurrenz durch andere Outlet Center als Problem dargestellt. Kein Wunder, dass der Investor darüber nicht glücklich ist.

Nun kann ein 80-Millionen-Euro-Projekt, bei dem 20.000 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen sollen, auch nicht im Sprinttempo erledigt werden. Die kleine neue Stadt, die in der Altstadt entstehen würde, würde natürlich auch deren Gesicht verändern. Dies war aber auch schon vor einem knappen Jahr sehr schnell klar, als das Projekt erstmals vorgestellt wurde. Damals waren einige Fraktionen noch geradezu euphorisch. Davon ist heute nicht mehr viel zu spüren. Komisch eigentlich.

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