Bläserfreunde Niederdollendorf Instrumente an sieben Nachwuchsmusiker übergeben

NIEDERDOLLENDORF · Ihrer Milchzahn-Ära sind sie entwachsen. Und Zahnlücken haben sie auch nicht mehr. Nun können sie endlich lospusten. Die Bläserfreunde Niederdollendorf, die 2013 ihr 50-jähriges Jubiläum feierten, statteten jetzt sieben Mädchen und Jungen mit nagelneuen Instrumenten aus. Sven Hartmann nahm seine Posaune strahlend entgegen.

 "Und da ist das Mundstück": Markus Keil, Vorsitzender der Bläserfreunde Niederdollendorf , erklärte dem achtjährigen Cedrik die Funktionen der Tuba.

"Und da ist das Mundstück": Markus Keil, Vorsitzender der Bläserfreunde Niederdollendorf , erklärte dem achtjährigen Cedrik die Funktionen der Tuba.

Foto: Frank Homann

Und Hut ab: Gleich auf Anhieb entlockte er dem blinkenden "Riesen" einige Töne. "Ich hatte Lust, ein Instrument zu spielen", sagte der Neunjährige. Aber er hat ein gutes Vorbild. Seine Mutter Anja ist seit 27 Jahren Saxofonistin bei den Bläserfreunden. "Meine beiden Großen wollten das gern", erzählte sie bei der Übergabe.

Auch Svens Bruder Nils (10) gehört der neuen Nachwuchstruppe des bekannten Niederdollendorfer Musikzuges an. Er hat sich für das Tenorhorn entschieden. Später will auch ihr kleiner Bruder, der siebenjährige Mats, mitmischen. "Beim Notenlernen kann ich den Jungs helfen, aber nicht beim Spielen.

Denn die Instrumente haben unterschiedliche Mundstücke", so Anja Hartmann. Aber für die Ausbildung haben die Bläserfreunde ohnehin Jugendwart Michael Frohwein und den Vorsitzenden Markus Keil, der den Kindern Einzel- oder Kleingruppenunterricht erteilt. Nach einem halben Jahr etwa werden die Neulinge in das Jugendorchester integriert, nach etwa drei Jahren dürften sie reif für das große Orchester sein. Vorausgesetzt, sie üben fleißig.

Auch der achtjährige Cedrik Leischner hat die Vorbilder zu Hause. "Meine ganze Familie ist bei den Bläserfreunden." Nun stößt er bald mit den anderen ins "gleiche Horn". Vater und Bruder von Neuling Jason Dobrzanski (8) sind bei den Bläserfreunden. Und Lena Kauert berichtete: "Mein Opa spielt schon hier." Sie kann bereits Blockflöte. Jetzt hielt sie stolz die Querflöte in den Händen. Für die Geschwister Tim (10) und Melina Bernards (15) war die Instrumentenübergabe ebenfalls ein großer Tag.

Einmal in der Woche haben die Kinder künftig Unterricht. Aber damit ist es nicht getan. "Ihr müsst jeden Tag üben. 15 bis 30 Minuten reichen zunächst", erläuterte Markus Keil. "Zunächst kommt es darauf an, dass die Kinder die Naturtöne sicher erwischen, aus dem Bauch heraus atmen." Natürlich fieberten die Nachwuchsmusiker darauf, ihren Instrumenten die ersten Töne zu entlocken.

Der Vorsitzende erklärte den kleinen Bläsern, wie sie ihr "Werkzeug" anpacken müssen "Nils, den Mund ein bisschen mehr spannen und nicht die Backen aufblasen." So klang das schon viel besser. Durch Training baut sich Muskulatur auf, auch beim Musiker. Aber dazu müssen eben erst die Zweitzähne da sein. Und für die Instrumente sorgt dann der Verein.

Weitere Infos zu den Bläserfreunden gibt es bei Michael Frohwein, unter der Rufnummer 02223/906356, oder Markus Keil, unter der Rufnummer 02223/298818. Internet: www.blaeserfreunde.de

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