Kostümsitzung der Strücher KG Jecke helfen Knubbelefutz beim Reimen

THOMASBERG · Ausgelassen haben die Strücher ihre Kostümsitzung gefeiert - ganz unter dem Motto: „Quietsch fidel“ und „Strüch alaaf!“

 Wie süß! Diese zwei holden Damen (!) überzeugten.

Wie süß! Diese zwei holden Damen (!) überzeugten.

Foto: Frank Homann

Diese Damen! Ihre ganz große Stunde kommt ja erst Weiberfastnacht. Aber auf der Kostümsitzung der Strücher KG im Franz-Unterstell-Saal machte das Damenkomitee, das in dieser Session sein 50-jähriges Bestehen feiert, den Fraulück schon mal Lust auf Wieverfasteleer mit ihrem Sketch vom Aschenputtel.

Für das Damenkomitee ist Prinzessin Jill samt ihrem Gefolge noch zu jung. Aber die Tollität und ihre vier hübschen weiblichen Pagen, die mit Elferrat und Damenkomitee zum Auftakt von den Bergklängen in den Narrentempel hineingespielt wurden, enterten sofort den Saal. „Ja, es ist wahr, vor euch steht die Weiberschar“, reimte Jill I. bei der Begrüßung ihrer närrischen, toll verkleideten Untertanen. Dass es keinen Prinzen gibt? Die Prinzessin ahnte: „Die Jungs haben wohl Schiss, auf der Bühne zu stehen.“ Aber das weibliche Quintett kam auch ohne männliche Unterstützung bestens klar und heizte den Jecken ordentlich ein.

Die fünf Mädels, die Klasse Sieben oder Acht besuchen, sangen ihr eigenes Prinzessinnenlied nach der Musik von Cat Ballou. „Et jitt kein Wood dat sage künnt, wat ich föhl, wenn ich an üch he denk, oh, oh, oh, wenn ich an ming Strüch he denk… Hann mich immer noch nit satt jesehn an der Hüsjer un dem Strücher Dom…“ Das närrische Volk startete die erste Rakete des Abends. „An die Gewehre“ kommandierte Präsident Francisco Hoffmann. Die Bergklänge unter Leitung von Matthias Metzen spielten den alten Hit „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ und vollführten dabei einen Indianertanz rund um die Tuba. „Ein Auftakt nach Maß“, meinte der Präsident zufrieden. „Quietsch fidel“ und „Strüch alaaf!“

Tanzcorps stellen Können unter Beweis

Das Schönste, was die Strücher zu bieten haben – das sind ihre Tanzcorps. Und die konnten bei dieser Sitzung natürlich alle ihr Können unter Beweis stellen. Süß das Kindertanzcorps, das von Silvia Wawrow und Nicole Haas trainiert wird. Das Jugendtanzcorps Blau-Weiß gefiel genauso – diese Aktiven waren ebenfalls von Silvia Wawrow, zusammen mit Michaela von Natzmer, sorgfältig auf ihren Auftritt vorbereitet worden. Und Marco Reggio und Maria Reusch hatten das Gardetanzcorps Blau-Weiße Flammen auf den Punkt zur Hochform gebracht. Die Aktiven wurden nach ihren Auftritt begeistert gefeiert.

Knubbelefutz & Schmalbedaach, Renate Heymans und Dieter Schmitz, gelten als die Meister der besinnlichen urkölschen Töne. Sie machten ihrem Ruf alle Ehre. Und das Publikum? Hörte aufmerksam zu oder stimmte sogar mit ein, wenn es darum ging, die Reime zu vervollständigen. Wie beispielsweise wie beim neuen Lied des Duos vom Einkaufen: „...dann gehen wir mit Waldi – zum Aldi!“

Mit Fünf erstmals in der Bütt

Die beiden Karnevalisten mit Knubbelnase, sie mit roter Schleife im Haar und er im typischen schwarzen, eingelaufenen Jackett – eben schmalbedaach. Beim köstlichen Lied vom Joodschinbong, dem Gutscheinbon auf Chinesisch, setzte sich Schmalbedaach extra einen asiatischen Kegelhut auf. Oder: Zur Melodie von „Besame mucho“ sang er „Besser nur duschen“ – denn das Baden sei fies, während Knubbelefutz in ihrer Badewanne Kapitän war.

Und Renate Heymans, ein echt kölsches Mädchen, gefiel mit dem Ostermann-Lied „Ich ben vun Kölle am Rhing ze Hus“. Begleitet wurde sie dabei natürlich von ihrem Schmalbedaach mit der Gitarre. Eine tolle Nummer.

Mit fünf stand Claudia Roland erstmals in der Bütt. Nachdem bei einem Straßenfest mit Jürgen Drews ihr Gesangstalent entdeckt wurde, komponierte sie bald ihre eigenen Titel. Und mit ihren Stimmungsliedern brachte sie die Strücher zum Mitklatschen. „Wenn de willst, darfst du mich bütze…“

Schwung brachte auch das Troisdorfer Tanz- und Fanfarencorps „Treuer Husar“ in den Saal. Richard Lerbs „Richie XXS“ spielte mit Worten und Ukulele. „Der Bauer und der Wiener“ lieferten sich als echt rheinischer Landwirt und echter Wiener einen lustigen verbalen Schlagabtausch. Mit Wort und Witz an Bord ging auch der Tulpenheini aus Belgien. Das große Finale bestritten die „Jodesberger Junge“. Die Mundart-Stimmungsband brachte die Jecken op de Strüch zum Abschluss noch einmal erfolgreich so richtig in Fahrt.

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