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Peter-Breuer-Sportanlage: Kinder und Jugendliche gestalten Treffpunkt in Königswinter mit

Peter-Breuer-Sportanlage : Kinder und Jugendliche gestalten Treffpunkt in Königswinter mit

Bei der Planung für den neuen Treffpunkt auf der Peter-Breuer-Sportanlage in Königswinter durften die Kinder und Jugendlichen ihre Wünsche mit einfließen lassen.

Erst kicken, dann chillen und demnächst auch noch „surfen“ – auf der Peter-Breuer-Sportanlage in Königswinter ist ein Treffpunkt für Kinder und Jugendliche entstanden. Wer sich jetzt beim Fußballspielen auf dem kleinen Multifunktionsplatz, auf dem Basketballfeld oder bei einer Runde Tischtennis ordentlich ausgepowert hat, kann sich anschließend mit seinen Freunden direkt nebenan in der neuen „Chill-Area“ entspannen. Platz nehmen können die jungen Leute auf gemütlichen, jugendgerechten Sitzgelegenheiten aus Holz unter einem großen Sonnendach. Am Donnerstag wurde der neue Jugendplatz von Bürgermeister Peter Wirtz offiziell eröffnet.

Demnächst soll es hier auch einen WLAN-Zugang für unbegrenztes Surfvergnügen im Internet geben – ein Projekt, das die Stadt Königswinter gemeinsam mit dem Netzwerk Königswinter realisiert. Die Vorarbeiten sind bereits abgeschlossen, „doch aufgrund eines Leitungsschadens müssen sich die Jugendlichen noch ein bisschen gedulden“, berichtet Jugendpfleger Stefan Schmied vom Servicebereich Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Stadt Königswinter.

Die Idee, solch einen Treffpunkt zu schaffen, ist vor zwei Jahren im Rahmen des 8. Kinder- und Jugendforums in Königswinter entstanden. Treibende Kraft waren mit Gesa Lange und Jule Urmes zwei engagierte Jugendliche, die ihr Anliegen sogar persönlich im Jugendhilfeausschuss vortragen durften. „Das hat damals großen Eindruck hinterlassen“, erinnert sich Schmied.

Durch einen politischen Antrag im November 2018 wurde die Verwaltung gebeten, die Errichtung eines Jugendplatzes am Standort „Peter-Breuer-Sportanlage“ zu prüfen. Im Jahr 2019 folgten entsprechende politische Beschlüsse. Bei der neunten Auflage des Kinder- und Jugendforums sowie beim „Speed-Debating“ wurden dann nicht nur verschiedene Aufbauvarianten vorgestellt, auch hatten die Jugendlichen Gelegenheit, bei der Gestaltung „ihres“ Platzes ganz konkret ein Wörtchen mitzureden. Per Abstimmung fiel unter anderem die Entscheidung über die Blickrichtung der „Chill-Area“ sowie über die Bepflanzung. Statt einer Hecke wurde zum Beispiel ein Baum gepflanzt.

Kosten in Höhe von 16.000 Euro

Damit niemand im Dunkeln sitzen muss, wenn die Tage kürzer werden, installierten die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs zudem Solarleuchten. Insgesamt 16.000 Euro hat sich die Stadt das Projekt „Jugendplatz“ kosten lassen. „Die Kinder- und Jugendbeteiligung in Königswinter zeigt wieder Ergebnisse. Ohne die Anregung der Jugendlichen könnten wir heute nicht diesen wunderschönen Jugendplatz eröffnen“, betonte Bürgermeister Wirtz. Ebenso wie der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Stephan Unkelbach freute er sich ganz besonders über den neu geschaffenen Treffpunkt, weil dieser auf eine Initiative junger Leute zurückgeht. Gerne hätte Wirtz daher auch die Initiatorinnen Gesa und Jule zur Eröffnung begrüßt, doch die beiden waren leider verhindert.

Seitens der Stadt hofft man nun, dass der Jugendtreffpunkt nicht nur gut angenommen wird, sondern dass auch pfleglich damit umgegangen wird. Über weitere „Jugendplätze“ im Stadtgebiet wird bereits nachgedacht.