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Königswinter: Hallenbad eröffnet erst im Februar

Großprojekt verzögert sich : Hallenbad Königswinter eröffnet erst im Februar

Erneute Verzögerungen gibt es beim Bau des Königswinterer Hallenbades. Auch bei der Kita gerät der Zeitplan durch Materialknappheit und Personalmangel in Schieflage.

Die Fertigstellung von Hallenbad und benachbarter Kita in Königswinter verzögern sich weiter. Wie der General-Anzeiger am Montag erfuhr, soll das Bad nun im Februar 2022 und die Kita im Januar 2022 in Betrieb genommen werden.

Zuletzt hatte die Verwaltung die Politik Anfang September darüber informieren müssen, dass die bis dahin vorgesehenen Eröffnungstermine nicht eingehalten werden können. Vor zwei Monaten war aber noch davon ausgegangen worden, dass der öffentliche Badebetrieb in der zweiten Novemberhälfte starten könnte. Die Kita Hallenbad sollte im Oktober fertiggestellt werden.

Der Oktober-Termin ist inzwischen Geschichte. Nun rückte die Verwaltung mit einer neuen Prognose heraus. „Bei der Fertigstellung der beiden wichtigen Bauprojekte kommt es erneut zu zeitlichen Verzögerungen“, teilt sie den Ratsmitgliedern mit. Die wesentlichen Gründe hierfür lägen darin begründet, dass sich die Lage auf dem Baumarkt im Hinblick auf Verfügbarkeit von Fachpersonal und Material stark negativ entwickelt habe. Verstärkt werde die aktuelle Situation durch coronabedingte Personalausfälle. Vor diesem Hintergrund habe die interne Projektleitung mit der Projektsteuerung, den Technischen Planern und dem Architekten alle noch offenen Termine detailliert untersucht und könne aus heutiger Sicht die genannten Fertigstellungstermine prognostizieren. „Aufgrund eines eingerechneten Sicherheitspuffers kann es im besten Fall sein, dass die genannten Zeiträume um ein oder zwei Wochen unterschritten werden“, heißt es aus dem Königswinterer Rathaus.

Bei der Kita wird mit der baulichen Fertigstellung inklusive geringer Restarbeiten und Mängelbeseitigung bis Ende Dezember und mit der Inbetriebnahme im Januar 2022 gerechnet. Gründe für die Verzögerung seien Kapazitätsprobleme der Bodenverleger, die Materialknappheit und Lieferprobleme im Bereich Elektro und bei den Trennwandanlagen der Toiletten.

Beim Hallenbad wird mit der baulichen Fertigstellung bis Ende Januar und der Inbetriebnahme im Februar 2022 gerechnet. Als Gründe werden auch hier Kapazitätsprobleme beim Bodenverleger, die Materialknappheit und die Lieferprobleme im Bereich Elektro, bei den Trennwandanlagen der Toiletten, bei den Garderobenschränken und Umkleiden sowie Coronafällen beim Heizungs- und Fassadenbau genannt.

Zurzeit werde bereits das Wasser in die Edelstahlbecken eingelassen. Auch hat laut Stadt ein Probebetrieb begonnen, der bisher reibungslos verlaufe. Kostensteigerungen seien durch die Verzögerung nicht zu erwarten. Das Hallenbad soll nach dem letzten Stand rund 11,1 Millionen Euro kosten. Für beide Bauvorhaben gelte, dass die Außenanlagen bis zur Eröffnung vermutlich nicht rechtzeitig fertig werden. Jedoch sei der sichere Zugang zum Gebäude gewährleistet. Der Betrieb werde nicht behindert.

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