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Königswinter im Siebengebirge: Arndt Klemp-Kindermann ist neuer Pfarrer in Oberpleis

Gesamtgemeinde Siebengebirge : Arndt Klemp-Kindermann ist neuer Pfarrer in Oberpleis

Die Gemeinde wartet schon länger auf ihn, nun ist der neue Pfarrer der evangelischen Gemeinde Oberpleis eingeführt worden. Zur Feier kamen nicht nur die Oberpleiser Gläubigen.

„Da kommt einer mit einem – hoffentlich leichten – Rucksack an Erinnerungen, aber mit einem Stab voll Hoffnung und frohen Erwartungen.“ Die Wochen des Wartens sind vorüber: Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes führte Superintendentin Almut van Niekerk am Sonntag Arndt Klemp-Kindermann in sein neues Amt als Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Oberpleis und der künftigen Gesamtkirchengemeinde im Siebengebirge ein. „Wir freuen uns, dass Sie nun hier sind. Und wir freuen uns auf Sie nicht nur als Macher und Planer, sondern auch als Geistlichen, als Theologieliebhaber und als denjenigen, der mit uns betet.“

Die kleine evangelische Kirche an der Ittenbacher Straße war vollbesetzt – natürlich nur, soweit es die coronabedingten Hygiene- und Abstandsregeln zuließen. Zum Einführungsgottesdienst waren nicht nur viele Gemeindemitglieder gekommen, um den 45-jährigen Theologen und seine Familie willkommen zu heißen, sondern auch die Pfarrer der benachbarten evangelischen Kirchengemeinden, mit denen Klemp-Kindermann im Rahmen der Bildung einer Gesamtkirchengemeinde im Siebengebirge in einem Team zusammenarbeiten wird.

Willkomenskörbchen aus den Nachbargemeinden

Von Pfarrer Stefan Bergner und den Pfarrerinnen Ute Krüger und Pia Haase-Schlie gab es am Sonntag ein Willkommenskörbchen für ihn, in dem unter anderem eine kleine Gemeindechronik „zum besser Kennenlernen“, Traubenzucker „für neue Energie, wenn mal der Akku leer ist“ sowie eine Flasche Wein aus dem Siebengebirge steckten.

Klemp-Kindermann kehrt mit dem Amtsantritt im Siebengebirge nach zwölf Jahren Dienst in Brandenburg ins Rheinland zurück, wo er aufgewachsen ist. Er ist in Lindlar geboren, in Much aufgewachsen, hat in Siegburg Abitur gemacht und in Bonn Theologie studiert. Seinen Probedienst absolvierte er in Adenau in der Eifel.

Erst vor einer Woche umgezogen

Zehn Jahre arbeitete er dann als Gemeindepfarrer in der Nähe von Lübben, in den vergangenen zwei Jahren in Teltow am Rande Berlins. Über sich selbst sagt der Vater eines sechsjährigen Sohnes: „Mein Herz brennt für die Theologie, und da ganz besonders für die Fülle der biblischen Texte und den lebendigen Austausch mit Menschen über die Botschaft des Glaubens.“ Ort und Form spielen für ihn eine geringere Rolle: Um die Botschaft könne es vor dem Altar ebenso gehen wie am Küchentisch.

Zurzeit ist besagter Küchentisch zumindest im Haus Klemp-Kindermann allerdings noch voll beladen. Erst vor einer Woche ist die Familie in das Pfarrhaus in Ittenbach eingezogen. „Wir fühlen uns wie ein lebendiger Adventskalender: Man weiß nie, was in der nächsten Kiste steckt“, erzählt der neue Pfarrer schmunzelnd. Er und seine Familie seien glücklich, hier zu sein. „Und ich wünsche mir, gemeinsam mit ihnen allen an dem guten Gemeindeleben weiter zu bauen.“

Begrüßung auch vom Bürgermeister

Für die Stadt Königswinter wünschte Bürgermeister Lutz Wagner dem neuen Pfarrer ein gutes Ankommen und eine glückliche Zeit in seiner neuen Heimat sowie viel Energie für die vielfältigen Herausforderungen. Judith Effing und Ulrich Richard überbrachten die Grüße der katholischen Pfarrgemeinde: „Wir strecken Ihnen unsere Hand entgegen und hoffen, dass das zarte Pflänzchen der Ökumene weiter wachsen und gedeihen kann“, so Richard.

Auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Pfarrer und auf viele „Schul- und Abiturgottesdienste“ freut sich auch das Gymnasium am Oelberg: „Die Verbindung von Schule und Kirchengemeinde ist ein entscheidendes Rädchen, an dem wir drehen können. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen gemeinsam Räder zu drehen und zu bewegen“, begrüßte Religionslehrer Christoph Effing Klemp-Kindermann.