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Königswinter: Künstler thematisieren "Kunst und Corona"

Kunstaktion : 50 Stelen machen die Stadt Königswinter bunter

Die Reihe „Königssommer“ kann in diesem Jahr wegen der Pandemie nicht wie gewohnt stattfinden. Mit ihrer Kunstaktion „KönigsFarben“ füllen 45 Künstler diese Lücke. Auf individuell gestalteten Stelen thematisieren sie das Thema „Kultur und Corona“.

Der Sommer ist bunt – und dank der Kunstaktion „KönigsFarben“ kann sich Königswinter nun sogar noch ein wenig farbenfroher präsentieren. Seit Sonntag stehen auf dem Marktplatz und im Garten des Siebengebirgsmuseums 50 Stelen, die von 45 Künstlern aus der Region individuell gestaltet wurden: großflächig bedruckt, beschriftet, mit Aquarellfarbe bemalt, mit Mundschutz versehen, rot-weißem Flatterband eingewickelt oder farbigen Glassteinen beklebt. Die dreieckigen Säulen sind nicht nur ein Blickfang, sondern laden auch dazu ein zu sehen, wie die Künstler die Corona-Zeit erleben und was sie bewegt.

Neue Konzepte in Zeiten der Pandemie

„Kunst ist der Spiegel nach außen. Es ist spannend zu sehen, wie die Künstler das Thema „Kultur und Corona – Gemeinsam auf Abstand“ aufgegriffen haben“, sagt Franca Perschen vom „Kulturbüro N. 5“, die die Aktion im Rahmen des „Königssommers“ gemeinsam mit Helmut Reinelt innerhalb von nur drei Wochen auf die Beine gestellt hat. Lange haben die Macher und Organisatoren des „Königssommers“ darüber nachgedacht, was unter den gegebenen Umständen überhaupt möglich sein kann. Herausgekommen ist die „grundsätzliche Erkenntnis, dass mit neuen Konzepten auch in diesen Zeiten kulturelle Veranstaltungen machbar sind“.

Auf den Stelen thematisieren die Künstler das Thema „Kultur und Corona“. Besucher demonstrieren ihre Idee zum Abstandsgebot. Foto: Frank Homann

Ergebnis ist die Aktion „KönigsFarben“, die vom Erfolg einer gleichnamigen Initiative im Sommer 2018 inspiriert wurde, wo mit vielen bunten Stelen in der Innenstadt darauf hingewiesen wurde, wie vielfältig die ethnische Struktur in der Altstadt ist. „Die Resonanz war super“, so Perschen. Die Stelen aus leichtem Kunststoffmaterial wurden den Künstlern als Rohlinge zur Verfügung gestellt. Es sei einfach alles rund gelaufen, trotz der Kürze der Zeit und obwohl die Aktion für alle ein großes Experiment ist: „Natürlich fragen wir uns, ob das alles hält und unbeschadet bleibt und wie die Leute damit umgehen.“

Stelen sind bis zum 4. Oktober zu sehen

Ein großer Dank geht seitens der Organisatoren an die Sponsoren, die die Veranstaltung erst möglich machen, und auch an die Stadt Königswinter, die jedem Künstler ein kleines Honorar von 100 Euro als Anerkennung für seine Arbeit zahlt. „Ich bin froh, dass wir auch in Corona-Zeiten heute eine solche Veranstaltung eröffnen können“, so Bürgermeister Peter Wirtz. „Und das können wir nur, weil sich so viele Künstler beteiligt haben.“ Besonders für Kunst- und Kulturschaffende seien es extrem schwierige Zeiten, „aber sind hier und sorgen dafür, dass wir auch in diesem Jahr ein buntes Königswinter haben.“

Bis zum 4. Oktober können die Stelen auf dem Markt und im Museumsgarten angeschaut werden.