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Königswinter: Mehr als 300 Sänger bei Mitsingabend in Niederdollendorf

Von Bläck Fööss bis Grönemeyer : 300 Sänger nehmen am Mitsingabend in Königswinter teil

Mehr als 300 Sänger kamen zum Mitsingabend der Bläserfreunde Niederdollendorf in die CJD-Aula in Königswinter. Von Musik der Bläck Fööss bis hin zu Herbert Grönemeyer war alles dabei.

Kaum erklingen die ersten Takte, singt schon der ganze Saal: "Da, wo die sieben Berge am Rheinesstrande steh'n, kannst du die blonden Mädel mit blauen Augen seh'n. Und an die schönen Stunden denkst du dann tausendmal, wo fröhlich sie marschierten durchs Nachtigallental". Den mehr als 300 Sangesfreudigen in der vollen Aula der Jugenddorf Christophorusschule (CJD) ging bei den Heimatliedern zum Auftakt nicht nur das Herz auf. Sie stimmten auch aus vollem Halse in das Spiel der Bläserfreunde Niederdollendorf ein. Diese hatten seit 2013 zum vierten Mal zu dem alle zwei Jahre stattfindenden Mitsingabend geladen, und ein breites Spektrum an Liedern zum Einstimmen vorbereitet.

Alle Texte per Beamer an die Wand projiziert

Weder Noten noch Talent waren nötig und Scham sowieso fehl am Platze. "Hier hört man weniger, wenn ich falsch singe, als wenn ich unter der Dusche stehe", erklärte ein Besucher, der nicht zum ersten Mal dabei war. "Und es macht viel mehr Spaß." Textsicher musste auch niemand sein, schließlich wurden alle Texte per Beamer an die Wand projiziert.

Schlager, Evergreens, Rheinische Lieder, Oldies und "Kölsche Leedcher" gehörten zum rund dreieinhalbstündigen Programm unter der musikalischen Leitung von Dirk Wachtler. Dieser unterstützte das Publikum zuweilen auch gesanglich, ebenso wie Markus Keil, Christine Frohwein-Zahnreich und Marc Schommers. Wachtler bat zudem Winzer Josef Blöser zu dessen Überraschung bei "Eingang zum Siebengebirge" ans Mikrofon und begrüßte wenig später den Texter von "Mein Siebengebirge", Willi Armbröster, im Publikum. "Ich werde ihnen den Titel sagen und sie sagen mir, von wem er ist", sagte Wachtler zum Ende des ersten Schlagerblocks.

Klar, dass alle auf die Interpreten von "Schöne Maid" (Tony Marschall) und "Marmor, Stein und Eisen bricht" (Drafi Deutscher) kamen. Dass Tony Marschall auch "Und in der Heimat, ja, da ist es doch am Schönsten" gesungen hatte, gab indes mehr Rätsel auf. Egal, ob 70er-Party, Herbert Grönemeyers "Mambo", eine Hommage an Ostermanns Erben, Hulapalu, Bläck-Fööss-Medley oder "Sweet Caroline": Es dauerte nicht lange, da klatschten die ersten mit oder standen von den Stühlen auf. Sogar die Kellnerinnen sangen und tanzten mit und nach "Bye, bye, my love", dem eigentlichen Schlusslied, war der Abend noch lange nicht zu Ende: Es brauchte mehr als eine Zugabe, um die nimmermüden Sangesfreudigen zum Heimgehen zu bewegen.