Caritas sucht Zeugen Verdacht auf sexuellen Missbrauch an Internat in Königswinter

Oberpleis · In den 1970er Jahren soll es in einem Förderschulinternat der Caritas in Königswinter-Oberpleis zu mindestens einem Fall sexualisierter Gewalt gekommen sein. Der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln sucht Betroffene und Zeitzeugen.

 In diesem Haus, der früheren Burg Niederbach, war bis 1973 das Förderschulinternat der Caritas untergebracht, in dem es in den 70er Jahren mindestens einen Missbrauchsfall gegeben haben soll.

In diesem Haus, der früheren Burg Niederbach, war bis 1973 das Förderschulinternat der Caritas untergebracht, in dem es in den 70er Jahren mindestens einen Missbrauchsfall gegeben haben soll.

Foto: Frank Homann

Der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln berichtet, dass es in den 1970er Jahren zu mindestens einem Fall sexualisierter Gewalt in einem Förderschulinternat der Caritas in Königswinter-Oberpleis gekommen sein soll. Der Verband ruft Betroffene und Zeitzeugen auf, sich zu melden.

Der offenbar jetzt erst bekannt gewordene Missbrauchsfall soll sich dort zwischen 1971 und 1973 ereignet haben. Einzelheiten des Falls teilte der Diözesan-Caritasverband nicht mit.

Das Schulinternat, eine Förder- und Sprachschule für (männliche) Spätaussiedler aus osteuropäischen Staaten, bestand nach derzeitigen Erkenntnissen seit 1954 in der Burg Niederbach und wurde bereits 1973 geschlossen. Ob es weitere Missbrauchsfälle gibt, ist noch unklar. Heute ist in der Burg Niederbach ein Seminarhaus untergebracht.

Caritasverband ruft Betroffene und Zeitzeugen auf, sich zu melden

Betroffene und Zeitzeugen ruft der Diözesan-Caritasverband jetzt auf, sich direkt an den in Köln ansässigen Verband zu wenden – vertraulich natürlich. Es gebe dort laut Caritasverband unabhängige Ansprechpersonen, die als geschulte Kontaktpersonen zur Verfügung stehen.

„Der Diözesan-Caritasverband nimmt die Vorwürfe sehr ernst und strebt eine umfassende Aufarbeitung an“, erklärte ein Sprecher des Verbandes. Darum bitte er um Mithilfe bei der Aufklärung. Der Kontakt läuft zum Beispiel per Mail, an aufarbeitung@caritasnet.de.

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