Nach Missbrauch in der Kirche Heimatverein sucht neuen Straßennamen für Rektor-Helten-Weg

Heisterbacherrott · Die katholische Kirche hat sich von Pfarrer Theodor Helten, der in Heisterbacherrott in den 30er Jahren gewirkt hatte, offiziell distanziert. Der Vorwurf: sexueller Missbrauch. Nun sucht der Heimatverein nach einem neuen Namen für die nach dem Geistlichen benannte Straße.

 Einen neuen Namen soll der Rektor-Helten-Weg in Heisterbacherrott bekommen. Es ist bekannt geworden, dass der einst als Märtyrer verehrte Pfarrer sexuellen Missbrauch begangen hat.

Einen neuen Namen soll der Rektor-Helten-Weg in Heisterbacherrott bekommen. Es ist bekannt geworden, dass der einst als Märtyrer verehrte Pfarrer sexuellen Missbrauch begangen hat.

Foto: Hansjürgen Melzer

Im Heimatverein Heisterbacherrott wird zurzeit über einen neuen Namen für den Rektor-Helten-Weg diskutiert. Die Straße soll möglichst zügig umbenannt werden. Das Erzbistum Köln hatte wie berichtet im Februar in einem Aufruf in allen Gottesdiensten der Pfarreiengemeinschaft „Königswinter Am Oelberg“ bekanntgegeben, dass Theodor Helten, der zwischen 1931 und 1937 als Rektor in Königswinter-Heisterbacherrott tätig war, „im Jahr 1939 wegen sexuellem Missbrauch an Minderjährigen verurteilt wurde". Ein schwerwiegender Vorwurf, der jetzt auch Jahrzehnte später Folgen hat. Denn die nach Helten benannte Straße soll zügig umbenannt werden.