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Ökumenische Hospizdienst "Ölberg" Königswinter: Mitglieder ziehen positive Bilanz

Ökumenische Hospizdienst "Ölberg" Königswinter : Mitglieder ziehen positive Bilanz

Im September feiert der Ökumenische Hospizdienst "Ölberg" Königswinter sein zehnjähriges Bestehen. Vorbereitet wird ein buntes Programm mit Informationen, aber auch einer Kabarettaufführung.

Eine gute Gelegenheit, um auf die Arbeit und Projekte des 317 Mitglieder starken Vereins in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen und den Hospizgedanken weiter zu verbreiten.

Insgesamt 49 ehrenamtliche Begleiter hat der Königswinterer Hospizdienst derzeit. "2015 führten wir 49 Begleitungen von Schwerstkranken und Sterbenden durch", sagte Vorsitzender Thomas Wiemer auf der Mitgliederversammlung. Im vergangenen Jahr hatte der 60-jährige promovierte Romanist und Mitarbeiter der Deutschen Forschungsgemeinschaft von der Gründungsvorsitzenden Irene Feldhaus das Amt des Vorsitzenden übernommen, nachdem er sich einige Jahre zuvor als ehrenamtlicher Begleiter dem "Ölberg" angeschlossen hatte.

2017 soll erneut ein Befähigungskursus angeboten werden. Der Umfang der Einsätze steigt - nicht zuletzt durch ein neues Angebot. Seit Anfang März läuft das Kooperationsprojekt "Zimmer mit palliativnaher Versorgung"“ mit dem Seniorenzentrum Sankt Katharina in der Altstadt: In dem Neubau stehen nun zwei besonders ausgestattete Räume zur Verfügung, in denen Hospizdiensthelfer Schwerstkranke begleiten, für die es keine Alternative zu einer stationären Unterbringung gibt. Ziel des Vereins "Ölberg" ist eigentlich, den Betroffenen in ihrer gewohnten Umgebung zur Seite zu stehen. In einigen Fällen ist dies jedoch nicht möglich.

Offizielle Einweihung der Zimmer im Mai

Für die Aufgabe im Altenheim wurde speziell eine weitere Koordinatorin, Monika Schwertner, eingestellt, die nicht nur die Ehrenamtlichen anleitet, sondern sich auch um die Fortbildung des Personals im Seniorenzentrum kümmert. Im Mai soll die offizielle Einweihung der Zimmer stattfinden. Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter ist zudem auch im Alten- und Pflegeheim Sankt Margareta in Stieldorf präsent.

Das Pilotprojekt "Hospiz macht Schule" wurde an der Jugenddorf Christophorusschule (CJD) durchgeführt. Koordinatorin Rita Schmitz und vier Ehrenamtliche brachten Schülern der Jahrgangsstufe 10 die Themen Sterben, Tod und Trauer nahe. Für das Jahr 2017 ist eine Wiederholung geplant.

Ein weiteres Feld stellt die Trauerbegleitung dar, für die Koordinatorin Babette Hünig zuständig ist. Derzeit befinden sich zwei weitere ehrenamtliche Helfer in der Ausbildung. Angeboten werden die individuelle Trauerbegleitung und das Trauercafé einmal im Monat. Eine Satzungsänderung erfolgte mit dem Hauptziel, den Vorstand zu vergrößern.