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Neuer Sportplatz in Ittenbach: Multifunktionsplatz hat eine lange Geschichte

Neuer Sportplatz in Ittenbach : Multifunktionsplatz hat eine lange Geschichte

Nach jahrelanger Planung wurde der Multifunktionsplatz in Ittenbach in drei Monaten Bauzeit fertiggestellt. Die Anlage ist der Ausgleich für den wegfallenden Sportplatz, auf dem Wohnraum für Familien geschaffen wird.

Den ersten Sprint auf dem neuen Multifunktionsplatz legten Sarah, Emil, Jan und Selma für den Fotografen hin. Die Schüler und Schülerinnen der Klassen 1 bis 4 a der Katholischen Grundschule Ittenbach waren froh, sich bei den frostigen Temperaturen etwas bewegen zu können.

Bürgermeister Lutz Wagner freute sich seinerseits, den „wunderschönen neuen Platz“ am Kirchweg einweihen zu können. Er erinnerte an die lange Vorgeschichte der Anlage, die er als Ratsmitglied mit auf den Weg habe bringen können. Wagner war Mitglied der Redaktionsgruppe, die in den Jahren 2012 bis 2014 ein Sportplatzkonzept für die Stadt Königswinter erarbeitet hatte. Zu den wesentlichen Ergebnissen gehörte der Wegfall des wenig genutzten Ittenbacher Sportplatzes und die Stärkung der Sportanlage am Schulzentrum in Oberpleis, wo die Leichtathletikanlagen inzwischen erneuert wurden und der Aschenplatz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt wurde.

Als Ausgleich für den wegfallenden Sportplatz in Ittenbach, auf dem in den nächsten Jahren Wohnraum für Familien geschaffen werden soll, wurde damals der Bau eines Multifunktionsplatzes beschlossen. Der Grunderwerb gestaltete sich schwierig. Als die Fläche am Kirchweg gefunden war, mussten der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Kosten liegen bei 309 000 Euro

Der neue Platz, dessen Bauzeit drei Monate betrug und der 309 000 Euro gekostet hat, soll sowohl für den Schulsport als auch für den Freizeitsport zur Verfügung stehen. Das Spielfeld mit einem Kunststoffbelag kann als Bolz- oder Basketballplatz genutzt werden. An den beiden zwei mal drei Meter großen Toren sind Basketballkörbe befestigt. Für Leichtathletik gibt es eine 50-m-Bahn mit einem 15 Meter langen Auslauf und eine Weitsprunggrube. Auch Ballwurf ist auf der Anlage möglich. Obwohl das Spielfeld von einem vier Meter hohen Ballfangzaun mit einem abschließbaren Tor umgeben ist, soll die Anlage nur nachts abgeschlossen werden. Die Nutzung des Platzes soll werktags von 8 bis 22 Uhr und sonntags von 9 bis 22 Uhr zulässig sein.

Schulleiter Markus Pilger möchte das „Schmuckkästchen“ mit seinen Schülern einweihen, sobald die offizielle Freigabe vorliegt. „Wir freuen uns wahnsinnig, zumal wir unsere Turnhalle wegen Corona seit Monaten nicht für den Schulsport nutzen können“, sagte er. Es werde nun eine Herausforderung, dafür zu sorgen, dass der Platz von der Schule und der Bevölkerung gleichermaßen angenommen werde.

Ganz fertig ist die neuen Anlage noch nicht. Die Markierungen für das Kleinfeld und die Laufbahnen können erst bei wärmerer Witterung im kommenden Frühjahr aufgebracht werden. Dann sollen auch auf zwei Seiten des Platzes auf einem jeweils 15 Meter breiten Streifen Bäume und Sträucher gepflanzt werden.