Voller Gegensätze Neue Kunstaustellung im Kunstforum in Königswinter

Königswinter · Rita Herttrich, Dieter Ditscheid und Kurt Volkert stellen im Kunstforum Palastweiher aus. Ihre Ausstellung in Königswinter ist voller Gegensätze.

 Künstlertrio im Kunstforum Palastweiher (v. l.): Dieter Ditscheid, Rita Herttrich und Kurt Volkert.

Künstlertrio im Kunstforum Palastweiher (v. l.): Dieter Ditscheid, Rita Herttrich und Kurt Volkert.

Foto: Iris Zumbusch

Künstler Kurt Volkert hat sich einen besonderen Geburtstagswunsch erfüllt: eine Ausstellung im Kunstforum Palastweiher. Gemeinsam mit Rita Herttrich und Dieter Ditscheid zeigte Volkert unter dem Titel "Gegensätze" Bilder und Skulpturen. Zur Vernissage am Freitag, Volkerts 83.Geburtstag, kamen viele Besucher.

"Seit vielen Jahren sammele ich die Paletten, die ich brauche, um die Farben für Bilder zu mischen", erklärte Volkert. Paletten sind feste Papierblätter mit einem Loch im unteren Drittel, um den Daumen hindurchzuschieben. Die dadurch fest in der Hand liegende Palette dient dann gewissermaßen als mobile Basis für die Farbkombinationen. Doch auch die Paletten seien Kunst, findet Volkert, mehr noch: "Jede Palette ist die Biografie eines gemalten Bildes." Der Künstler kam vor Jahren auf die Idee, die genutzten Paletten zu Bildern zusammenzuführen. Die teils großformatigen Werke präsentierte Volkert im Kunstforum. An dem Bild "Triptychon", dem wohl größten Werk der Ausstellung, in das er Gesichter einiger Familienmitglieder eingebettet hat, habe er rund eine Woche lang gearbeitet.

Rita Herttrich fertigt ihre Skulpturen in Kursen, die sie besucht. Vor Kurzem hat sie im Kölner Zoo bei einem Künstler aus Simbabwe gelernt und neue Erfahrungen gesammelt. In einem Werk aus Alabaster etwa ginge es um Lebensphasen, erklärte die Künstlerin. So sind die beiden Werke passend "Abbruch" und "Aufbruch" betitelt. Zwei andere Objekte zeigen zwei Menschen in der Umarmung. "Die Geborgenheit steht im Mittelpunkt des Schaffens", erklärte Herttrich. Volkert habe sie auf einer Vernissage kennengelernt. Gerne sei sie seiner Einladung zu der Ausstellung ins Kunstforum Palastweiher als ausstellende Künstlerin gefolgt.

Die dritten "Gegensätze" der Ausstellung gehörten Künstler Dieter Ditscheid (dede). Für die Betrachtung seiner Bilder müsse sich der Besucher Zeit nehmen, sagte Volkert über die Werke seines Freundes. "Man sieht nur, was man weiß", so Ditscheid. Wobei es gut sei, unbedarft seine Bilder zu betrachten.

Die fein abgestimmten Farben wirkten zurückhaltend und atmosphärisch, in hellen Tönen, aber auch in dunkeln Kompositionen. Ein Bild, das sich durch offensichtlichere Darstellung erschließt, widmet sich einer seiner Reisen in den 80er Jahren und zeige ein verlassenes Salpeterdorf in Chile, erklärte Ditscheid.

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